Presseinformationen



13.12.2018 Vom Geflüchteten zur Fachkraft
(Presseinformation Nr. 29)

Vom Geflüchteten zur Fachkraft

Wenn Motivation und Engagement zusammenkommen kann es klappen!

Dortmund- In Deutschland ist seit einiger Zeit immer wieder die Rede vom sogenannten Fachkräftemangel. Insbesondere ist aus den Reihen des Handwerks zu hören, dass junge Leute immer seltener Ausbildungsberufe wie Bäcker, Dachdecker oder Reinigungsfachkräfte ergreifen. Auf der anderen Seite gibt es beispielsweise in Dortmund rund 5.700 Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten und nach dem Spracherwerb versuchen, beruflich Fuß zu fassen.

„Wir wollen unter anderem mit dieser Veranstaltung erreichen, Angebot und Nachfrage zusammenzubringen. Viele junge Menschen wollen heute nach dem Abitur lieber studieren und keine Ausbildung im Handwerk beginnen. Dabei sind die Verdienstmöglichkeiten in den insgesamt 111 Ausbildungsberufen im Handwerk durchaus attraktiv“, erklärt Joachim Susewind, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Dortmund und Lünen.

Das Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ organisiert in Kooperation mit der Deutschen Industrie- und Handelskammer, gefördert durch das Bundeswirtschaftsministerium, gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft und dem Bildungskreis Handwerk Dortmund und Lünen, dem Multikulturellen Forum und dem Jobcenter Dortmund ein Veranstaltungsformat, das zwei wichtige Punkte miteinander vereint: Einerseits sollen Arbeitgeber von den positiven Erfahrungen anderer Handwerksbetriebe bei der Einstellung von Flüchtlingen profitieren und Informationen über die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Fördermöglichkeiten erhalten. Andererseits können interessierte Unternehmen bei einem „Job-Speed-Dating“ in einen direkten Austausch mit 20 anwesenden Geflüchteten einsteigen.

„Menschen mit Fluchtbiographie erleben wir überwiegend als ausgesprochen motiviert und engagiert, eine berufliche Tätigkeit aufnehmen zu wollen. Nach einer vorangegangenen sprachlichen Qualifikation, wollen wir die überwiegend jungen Menschen fundiert qualifizieren, damit sie nachhaltig ihren Platz am Arbeitsmarkt finden. Sie besitzen sie ein großes Potential für den Fachkräftebedarf im Handwerk“, erklärt der Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund, Frank Neukirchen-Füsers.

Zunächst gab es eine Podiumsdiskussion mit dem Kreishandwerksmeister Christian Sprenger, den heimischen Handwerksmeistern Kai-Uwe Kullig, Ulrich John und Alexander Schwanitz. Sie berichteten von ihren positiven Erfahrungen. Durchweg lobten sie die hohe Einsatz- und Lernbereitschaft ihrer heutigen Azubis. Allerdings wurde auch deutlich, dass bei Eintritt in die Ausbildung das Sprachniveaus häufig noch ausbaufähig war. In den jeweiligen Betrieben war man sehr engagiert und brachte in Kooperation mit dem Bildungskreis Handwerk e.V. weitere Qualifizierungen auf den Weg. „Der Bildungskreis Handwerk e.V. ist gegenwärtig der einzige zertifizierte Träger für Sprachqualifizierungen im gewerblich-technischen Bereich, der durch das BAMF anerkannt wird. Insbesondere im Hinblick auf die Abschlussprüfungen in der Berufsschule ist es wichtig, hier flankierend zu unterstützen“, erklärt der Geschäftsführer des Bildungskreises Handwerk e.V. Volker Walters.

An verschiedenen Ständen konnten die rund 30 eingeladenen Handwerksbetriebe sich zu Fördermöglichkeiten und zu den rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Beschäftigung von geflüchteten Menschen durch das Jobcenter Dortmund, das Multikulturelle Forum und die Handwerkskammer beraten lassen.

Im November 2018 verzeichnete das Jobcenter Dortmund einen Bestand von rund 5.700 arbeitssuchenden Menschen mit Fluchthintergrund. Darunter waren 519 ausgebildete Fachkräfte und 274 Menschen mit akademischem Bildungsniveaus. Im Verlauf des vergangenen Jahres nahmen 1.256 Geflüchtete eine Beschäftigung auf, 242 eine Ausbildung. Tendenz steigend.

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Vom Geflüchteten zur Fachkraft
05.12.2018 Einen Tag im Jobcenter
(Presseinformation Nr. 28)

Einen Tag im Jobcenter

16 Schwerbehinderte hospitierten erstmalig bei dem sozialen Arbeitsmarktdienstleister     

 

Dortmund- „Funktioniert das wirklich?“, „Kann ich mir das nicht einmal irgendwo anschauen?“, „Wie geht das denn konkret?“ – solche oder ähnliche Fragen stellen sich viele schwerbehinderte Menschen, wenn sie überlegen, sich auf eine Stelle im öffentlichen Dienst zu bewerben. Im Rahmen der Aktionswoche der Menschen mit Behinderung vom 3. bis 7. Dezember veranstaltete das Jobcenter Dortmund erstmalig einen Hospitationstag für schwerbehinderte und gleichgestellte Menschen. 16 Personen nahmen die Gelegenheit wahr, hinter die Kulissen eines der größten Jobcenter Deutschlands zu blicken.

 

Unter ihnen war auch Till Gerlach. Der 50-Jährige hat sich für den Tag der Hospitation im Jobcenter angemeldet, weil er sich beruflich verändern möchte. „Ich mache meinen Job jetzt seit neun Jahren und merke einfach: da geht noch mehr. Ich bin offen für Veränderung und möchte beruflich weiterkommen“, sagt der gebürtige Dortmunder. Till Gerlach, bei dem die Ärzte bereits als Schüler multiple Sklerose diagnostizierten, hat Volkswirtschaft studiert, als Marketingleiter in der Tabakindustrie gearbeitet und sich später in der Werbebranche selbstständig gemacht. Als sein Gesundheitszustand die Arbeit als Unternehmer nicht mehr zuließ, verkaufte er die Firma und arbeitet seitdem als Angestellter im Telekommunikationssektor. Um seinem Bedürfnis nach beruflicher Selbstverwirklichung nachzukommen, engagiert Till Gerlach sich über seine Arbeit hinaus. Zum dritten Mal wählten ihn seine Arbeitskollegen zur Vertrauensperson für Schwerbehinderte im Betrieb. Nebenbei ist er in Behindertenpolitik aktiv und als Vorstandsmitglied des Inklusionsbeirates der Stadt Dortmund tätig. „Ich lasse mich von meiner Behinderung nicht unterkriegen. Ich bin aktiv und nutze alle Möglichkeiten, die ich erhalte.“

 

So nutzt Till Gerlach den Hospitationstag im Jobcenter, um ein weiteres Beschäftigungsfeld für sich zu erkunden. Von der Aktion erfahren hatte Till Gerlach von Dirk Henke, dem Inklusionsbeauftragten des Jobcenters Dortmund. Die beiden lernten sich auf einer Veranstaltung des Inklusionsbeirates kennenlernt. „Mit dem Tag der Hospitation möchten wir Schwerbehinderten und gleichgestellten Menschen die Gelegenheit geben, die Prozesse in der Arbeitsverwaltung kennenzulernen, ihnen neue Impulse geben und Perspektiven eröffnen. Jedem der 16 Hospitierenden zeigte eine Kollegin oder ein Kollege aus der Arbeitsvermittlung, der Leistungsgewährung oder der Eingangszone einen Tag lang den Arbeitsalltag in dem jeweiligen Bereich“, erklärt Dirk Henke.

 

Till Gerlach durfte einen Tag Anna Spielvogel begleiten, die als Arbeitsvermittlerin im Jobcenter am Kaiserhain arbeitet. Sie zeigte ihm wie ein Kundendatensatz aufgebaut ist, ließ ihn bei Beratungsgesprächen zuhören und beantwortete Till Gerlachs Fragen. Dieser zeigte sich sehr zufrieden mit seiner Hospitation: „Besonders beindruckt hat mich das gute Arbeitsklima unter den Kollegen. Auch war es interessant zu erfahren, dass es im Jobcenter tolle Möglichkeiten der Personalentwicklung gibt - etwas, das mir in meinem jetzigen Job fehlt.“

 

Aktuell arbeiten 111 schwerbehinderte und rechtlich gleichgestellte Menschen im Jobcenter Dortmund. Das entspricht einer Quote von 10 Prozent und liegt damit deutlich über den gesetzlich geforderten 5 Prozent. „Unser Ziel ist es, den Anteil schwerbehinderter Beschäftigter noch weiter zu steigern“, erklärt Frank Neukirchen-Füsers, Geschäftsführer des Jobcenters. „Wir möchten die berufliche Akzeptanz dieser Personengruppe steigern, ihr Potenzial stärker nutzen und uns damit als Arbeitgeber in Zeiten des demografischen Wandels zukunftssicher aufstellen.“ Um diese Ziele zu erreichen, hat das Dortmunder Jobcenter in diesem Jahr eine Inklusionsvereinbarung unterzeichnet, die konkrete Maßnahmen enthält, beispielsweise zum Ausbau der behindertengerechten Arbeitsplatzgestaltung.

 

Till Gerlach fühlt sich nach dem Tag der Hospitation bestätigt, dass der öffentliche Dienst ein interessanter Arbeitgeber für ihn ist. Bei der nächsten passenden Ausschreibung möchte er sich auch beim Jobcenter bewerben.

 

Weitere Informationen über das Jobcenter Dortmund als Arbeitgeber sind auf der Website jobcenterdortmund.de unter Service  /  Jobcenter Dortmund - Über uns  abrufbar.

Für Rückfragen zum Thema Inklusion im Jobcenter Dortmund stehen die beiden Inklusionsbeauftragten Dirk Henke unter 0231-8421453 und Frau Katharina Schultejans unter 0231-8429355, oder per E-Mail unter Jobcenter-Dortmund.Inklusionsbeauftragte@jobcenter-ge.de zur Verfügung.

 

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PI_28_Einen_Tag_im_Jobcenter.pdf
28.11.2018 Jobcenter mit Familienfreundlichkeit, Inklusion und Innovation auf Erfolgskurs
(Presseinformation Nr. 27)

Jobcenter mit Familienfreundlichkeit, Inklusion und Innovation auf Erfolgskurs

Zum ersten Mal erhielt eine öffentliche Einrichtung das Dortmunder Personalmanagement Prädikat.

Dortmund- Die Tagesmutter ist krank, die Kita streikt, die Großeltern sind verreist – viele erziehende Arbeitnehmer kennen die unangenehme Situation, wenn die Kinderbetreuung überraschend ausfällt und gleichzeitig die dienstlichen Pflichten rufen. Beschäftigte im Jobcenter Dortmund haben eine entscheidende Option: Sie können ihr Kind im Notfall mit ins Büro nehmen. Eine Lösung bietet die sogenannte „KidsBox“, die an den Arbeitsplatz gerollt wird und diesen im Handumdrehen zum Eltern-Kind-Zimmer macht. So haben Eltern die Möglichkeit, am eigenen Arbeitsplatz zu arbeiten, während die Kinder im gleichen Raum spielen. Mittlerweile steht in jeder der fünf Dienststellen des Jobcenters eine KidsBox bereit. „Die KidsBox ist nur eines der vielen Angebote, über die das Jobcenter Dortmund verfügt, um seinen Beschäftigten die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf zu erleichtern“, erklärt Iris Lamay, Gleichstellungsbeauftragte im Jobcenter Dortmund. „Dazu gehören auch die flexible Arbeitszeitregelung, die Möglichkeit von zu Hause zu arbeiten oder auch die große Auswahl an Teilzeitvarianten. Außerdem bieten wir Beschäftigen Beratungen zu Themen wie Elternzeit, Elterngeld, Telearbeit oder Rente an und veranstalten Treffen für beurlaubte Beschäftige, Väterkonferenzen und Frauenversammlungen.“

 

Anerkennung für das Engagement, das das Jobcenter bei Personalthemen zeigt, gab es in diesem Jahr von der Initiative „New Deals“. Diese verlieh dem Jobcenter - als erste öffentliche Einrichtung überhaupt - das Dortmunder Personalmanagement Prädikat. Neben den vielfältigen Angeboten rund um die Familienfreundlichkeit, überzeugten die Jury auch die Bestrebungen des Jobcenters zur Inklusion. Obwohl das Jobcenter nicht zur Einhaltung der sogenannten Schwerbehindertenquote verpflichtet ist, unterzeichnete es in diesem Jahr eine Vereinbarung zur Inklusion, mit der der Anteil behinderter Mitarbeiter auf über zehn Prozent gesteigert werden konnte. Zur Erreichung des Ziels sollen, neben einer notwendigen Neugestaltung der Arbeitsplätze, individuelle Qualifizierungspläne sowie angepasste Arbeitszeitregelungen beitragen. „Mit neuen Personalkonzepten, wie der zur flexiblen Gestaltung der Arbeit oder Diversity, versucht das Jobcenter zum einen, sich als moderner Arbeitgeber im Wettbewerb um Fachkräfte zu bewähren und gleichzeitig auch Vorbild für gute Beschäftigung in unserer Stadt zu sein“, betont Frank Neukirchen-Füsers, Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund.

 

Mit der Entscheidung, dass das Jobcenter das Dortmunder Personalmanagement Prädikat, das in den bisherigen acht Ausschreibungen ausschließlich an Privatunternehmen ging, tragen darf, erkennt die „New Deals“-Jury an: Das Jobcenter Dortmund befindet sich aktuell auf den Weg von einer „Behörde“ hin zu einem modernen „Beratungsunternehmen“. Um diesen Entwicklungsprozess zu vollziehen, setzt das Jobcenter verstärkt auf Mitarbeiterbeteiligung. Vor einem Jahr hat die Geschäftsführung das hausinterne Projekt „Jobcenter der Zukunft“ ins Leben gerufen, bei dem sich über 100 Mitarbeitende in Arbeitsgruppen zusammengefunden haben und gemeinsam an einer Strategie arbeiten, wie die zukünftige Arbeit im Jobcenter aussehen soll. Sie beschäftigen sich u. a. mit Fragen zur besseren Kundenkommunikation, innovativen Prozessen oder zur räumlichen Gestaltung. „Wir haben damit einen neuartigen Beteiligungsprozess gestartet, um gemeinsam mit unseren Beschäftigten die notwendigen Weichen für ein zukunftssicheres Jobcenter zu stellen. Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten sehr engagiert an den Themen mit. Wir als Geschäftsführung stehen ihnen dabei unterstützend zur Seite und sorgen dafür, dass erste Ideen bereits umgesetzt werden“, so Frank Neukirchen-Füsers.

 

Weitere Informationen über das Jobcenter Dortmund als Arbeitgeber sind auf der Website jobcenterdortmund.de unter Service  /  Jobcenter Dortmund - Über uns  / Karriere im Jobcenter Dortmund abrufbar.

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PI_27_Kidsbox.pdf
23.11.2018 Job und Kind – das geht!
(Presseinformation Nr. 26)

Job und Kind – das geht!

Netzwerk fördert beruflichen Wiedereinstieg für Alleinerziehende

 

Dortmund- Das Netzwerk „Beruflicher Wiedereinstieg für Alleinerziehende“ organisierte vergangenen Mittwoch (14.11.2018) einen Infotag für alleinerziehende Mütter, die nach der Kinderpause wieder beruflich durchstarten wollen. Die Besucherinnen hatten Gelegenheit, sich über berufliche Neuorientierung, qualifizierende Maßnahmen und Beschäftigungsangebote zu informieren, oder an einer Typberatung, einem Bewerbungsmappencheck, einem Bewerbungsfoto-Shooting und verschiedenen Workshops teilzunehmen. Während die Kundinnen des Jobcenters die Angebote intensiv für sich nutzen konnten, wurde für eine Betreuung der Kinder gesorgt. Rund 300 Frauen folgten der Einladung in den Jobcenter-Standort an der Kampstraße.

Darunter war auch Maria Krokhmalyova (Foto). Die 23-jährige alleinerziehende Mutter hat zwei Kinder im Alter von einem und vier Jahren und ist auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz als Zahnmedizinische Fachangestellte: „Ich bin bereit für einen Neuanfang. Die konkreten Unterstützungsangebote hier finde ich sehr hilfreich, um wieder eine Perspektive zu entwickeln.“ Heike Bettermann, Geschäftsführerin für den Bereich Markt und Integration im Jobcenter Dortmund betont die Zielsetzung der Veranstaltung: „Der Infotag zum Wiedereinstieg soll bei der beruflichen Orientierung und Planung einen umfassenden Überblick über die bestehenden Angebote, Beratungsstellen und Weiterbildungsmöglichkeiten in Dortmund bieten.“

Die Netzwerkkoordination erfolgt über das Mütterzentrum Dortmund e.V., die Arbeit des Netzwerkes wird vom Landesministerium NRW für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, sowie der Landesinitiative Netzwerk W gefördert. Coralie Siebert vom Netzwerk ‚Beruflicher Wiedereinstieg für Alleinerziehende‘ bekräftigt: „Die Resonanz ist gut, der Bedarf ist in jedem Fall gegeben. Wir haben diesen Infotag mit den Netzwerkpartnern zum fünften Mal organisiert und werden dieses Unterstützungsangebot auch in Zukunft fortsetzen.“

 

 

Die 19 Netzwerkpartner sind: Agentur für Arbeit Dortmund, Arbeitslosenzentrum Dortmund, Beratungsstelle Westhoffstraße des Vereins Soziales Zentrum, Bianca Eikermann Systemische Therapie/ Supervision/ Coaching, Diakonisches Werk Dortmund und Lünen gGmbH, Evangelisches Bildungswerk Dortmund - Arbeitsbereich Familienbildung, EWZ Entwicklungszentrum für berufliche Qualifizierung und Integration GmbH, Familien-Projekt Dortmund, Frauenzentrum Huckarde 1980 e.V., Grone-Bildungszentrum gGmbH NRW, Haus der Vielfalt - VMDO e.V., Jobcenter Dortmund, Jugendamt der Stadt Dortmund, Katholische Bildungsstätte für Erwachsenen- und Familienbildung KBS, Kompetenzzentrum Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet, maxQ. im Bfw- Unternehmen für Bildung, Weiterbildungszentrum NRW, Mehrgenerationenhaus Mütterzentrum Dortmund e.V., Wirtschaftsförderung Dortmund, Frau.Innovation.Wirtschaft

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Job und Kind – das geht!
20.11.2018 Jobcenter lädt zum Tag der Hospitation
(Presseinformation Nr. 25)

Jobcenter lädt zum Tag der Hospitation

Die Behörde stellt sich Schwerbehinderten am 03. Dezember 2018 als Arbeitgeber vor

 

Dortmund- Das Jobcenter Dortmund ist mit rund 1.100 Mitarbeitenden ein großer Arbeitgeber in Dortmund. In diesem Jahr hat es als erste Behörde die Prädikatsauszeichnung „New Deals“ als Arbeitgeber erhalten. Unter anderem, weil es sich selbst eine Inklusionsvereinbarung gegeben hat, die klare Ziele zur Steigerung des Beschäftigtenanteils von schwerbehinderten oder rechtlich gleichgestellten Personen enthält. Sowohl die Arbeitsplätze als auch die Arbeitsabläufe sollen für diese Personen individuell bestmöglich eingerichtet werden, um ihnen berufliche Teilhabe über ein hohes Maß an Barrierefreiheit zu ermöglichen.

Am 03.12.2018 möchte das Jobcenter Dortmund schwerbehinderten und rechtlich gleichgestellten Menschen die Gelegenheit geben, eine der größten Sozialbehörden Deutschlands als potentiellen Arbeitgeber kennenzulernen. Sie haben die Möglichkeit zu erfahren, was genau die Aufgaben des Jobcenters sind, wie die Beratung in der Arbeitsvermittlung funktioniert und wie Leistungsanträge bearbeitet werden. Je nach Nachfrage wird man versuchen, die Hospitationen bei Kolleginnen und Kollegen mit vergleichbaren körperlichen Einschränkungen stattfinden zu lassen.

Bei Interesse können Sie sich gern bei Dirk Henke und Katharina Schultejans unter den Rufnummern 0231/ 842 9355 und 0231-842 1453 oder per Mail unter Jobcenter-Dortmund.Inklusionsbeauftragte@jobcenter-ge.de informieren.

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Jobcenter lädt zum Tag der Hospitation
18.10.2018 Von der Straße zurück in die eigenen vier Wände
(Presseinformation Nr. 24)

Von der Straße zurück in die eigenen vier Wände -

Wie Obdachlose über Unterstützung in ein strukturiertes Leben finden können

 

Dortmund- Jeder kennt sie, sie gehören irgendwie zum Stadtbild: Menschen, die abends mit ihren Schlafsäcken in Gebüschen oder vor Hauseingängen übernachten – der Volksmund spricht von Obdachlosen, also Menschen ohne festen Wohnsitz. In Dortmund waren im August 2018 rd. 550 Personen ohne festen Wohnsitz gemeldet. Die Tendenz steigt. In einem Sozialstaat müsste eigentlich niemand auf der Straße leben. Doch die Hintergründe, die zum Verlust einer Wohnung führen können, sind sehr vielfältig. Oft stecken persönliche Schicksalsschläge, nicht selten eine Suchterkrankung, psychische Erkrankungen oder finanzielle Schwierigkeiten dahinter. Wird die Miete drei Monate nicht bezahlt, folgt die Kündigung und letztlich die Räumungsklage.

Es gibt aber auch staatliche Hilfsangebote. Droht der Verlust einer Wohnung wird das Sozialamt beispielsweise schon präventiv tätig, es können gewisse Kosten übernommen werden und es wird versucht, schnellstmöglich eine Ersatzwohnung zu finden. Wer erwerbsfähig ist, aber kein oder ein zu geringes Einkommen erzielt, kann vom Jobcenter Grundsicherung und die Kosten für eine Wohnung erhalten.

Allerdings fällt es vielen Obdachlosen sehr schwer, diese Hilfe in Anspruch zu nehmen. Oft besteht eine große Hemmschwelle sich mit bürokratischen Angelegenheiten zu befassen, geschweige eine

Behörde zu betreten. In der Luisenstraße nahe der Innenstadt hat das Jobcenter seit 2005 extra eine eigene Anlaufstelle für Wohnungslose, um eine möglichst hohe Akzeptanz bei den Kundinnen und Kunden zu erhalten. Grundsätzlich wird der Standort gut angenommen, jedoch können nicht alle Wohnungslose so erreicht werden.

In Dortmund gibt es viele engagierte Kräfte, die sich um obdachlose und von Armut betroffene Menschen kümmern. Es gibt beispielsweise Suppenküchen, die Tafel, das Gasthaus mit Frühstücks-, Aufwärm- und ärztlichen Untersuchungsmöglichkeiten, die Drogenberatungsstelle (DROBS) und die Diakonie mit Beratungsstelle, Kleiderkammer, Duschmöglichkeiten, Krankenwohnungen, Wohntraining und aufsuchenden Hilfen. Diese Hilfsangebote werden gut angenommen.

Jenny Vesper und Christian Kürpick arbeiten im Jobcenter Dortmund in der Obdachlosenbetreuung. Von ihnen kam im Gespräch mit den Netzwerkpartnern die Idee, eine mobile Beratung des Jobcenters für wohnungslose Menschen in deren Einrichtungen anzubieten. „Wir führen unsere leistungsrechtlichen und vermittlerischen Beratungsgespräche in vertrauter Umgebung und lockerer Atmosphäre. So gelingt es uns, einen Zugang zu den Menschen zu erhalten. Wir können sie über unsere Unterstützungsangebote informieren und sie zurück in unser Hilfesystem holen“, erklären die beiden Jobcentermitarbeiter ihr Konzept.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Etwa 40 bis 50 Personen nehmen diese Möglichkeit im Monat in Anspruch. Hemmnisse gegenüber der Behörde werden abgebaut, die Angebote gut angenommen,

zustehende Geldleistungen und Krankenversicherungsschutz ermöglicht. Rund 50 Kunden konnten auf diese Weise seit Jahresbeginn wieder eine eigene Wohnung beziehen, ebenfalls gut 50 haben eine Arbeitsgelegenheit und sogar 23 eine Beschäftigung aufgenommen.

Arbeitsgelegenheiten, im Volksmund auch 1,50 Euro-Job genannt, erleben eine starke Nachfrage, weil die Menschen froh sind, wieder eine Struktur zu erleben und eine sinnstiftende Tätigkeit auszuüben.

Herr Thomas Bohne, Leiter der diakonischen Beratungsstelle ZBS, kann das nur bestätigen: „Die Nähe und das Vertrauensverhältnis sind ganz wichtig. Viele unserer Klienten haben keine oder nur wenige soziale Kontakte, Schulden oder Suchterkrankungen. Daraus resultiert oft die Angst, zu Ämtern zu gehen.“  Bei der Diakonie können Obdachlose eine postalische Erreichbarkeitsadresse erhalten. So ist gewährleistet, dass wichtige Informationen, beispielsweise auch Bescheide von Ämtern, sie erreichen. Die Diakonie verzeichnet bereits seit 2010 einen jährlichen Anstieg um 60 % bei ihren Beratungsgesprächen und Fallzahlen, was sie u.a. auf fehlenden Wohnraum, steigende Armut, zunehmende Psychiatrische- und Suchterkrankungen zurückführt.

Diesen Eindruck kann Christian Köhler, stellv. Einrichtungsleiter der Drogenberatungsstelle DROBS, nur bestätigen: „Auch in unserer niedrigschwelligen Einrichtung ‚Café Flash‘ haben die Beratungsbedarfe deutlich zugenommen. Menschen die unser Angebot nutzen sind oftmals mit multiplen gesundheitlichen und sozialen Problemlagen belastet, so dass prekäre Wohnverhältnisse oder sogar Obdachlosigkeit bei den Betroffenen oft anzutreffen sind. Im Bereich der finanziellen Lebenssicherung, gesetzlichen Gesundheitsversorgung sowie Klärung der Wohnsituation ist die aufeinander abgestimmte Zusammenarbeit mit der aufsuchenden Beratung des Jobcenters sehr hilfreich, da Zugangshemmnisse verringert und leistungsrelevante Aspekte oftmals schneller und pragmatischer bearbeitet werden können.“

Die Geschäftsführerin der Wohnungsloseninitiative Gasthaus statt Bank, Katrin Lauterborn, ist von dem neuen Konzept überzeugt: „Wir finden die mobile Beratung klasse, weil viele Menschen dadurch Unterstützung vom Jobcenter und Perspektiven erhalten haben, die selbstständig nicht den Weg in die Behörde gefunden hätten.“

„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Menschen ihre Vorurteile ablegen und uns nicht mehr als strenge Behörde wahrnehmen, sondern als Partner, die gemeinsam mit den Trägern wirksame Hilfen für die Verbesserung ihrer Lebenssituation anbieten. Obdachlosigkeit entgegenzuwirken bleibt eine große Herausforderung. Wenn wir unsere Kräfte und Unterstützungsangebote durch gemeinsame Kooperationen bündeln, kann es gelingen, viele Menschen wieder zurück in unser System, und letztlich in die Mitte der Gesellschaft zurückzuholen“, so Vesper und Kürpick vom Jobcenter Dortmund abschließend.

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Diese Zusammenarbeit ist in Deutschland wohl einmalig und wurde bereits in Berlin beim Forschungsinstitut für Innovative Arbeitsmarktforschung und bei der Bremer Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung vorgestellt.

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Von der Straße zurück in die eigenen vier Wände
28.09.2018 Besser essen - Mehr bewegen
(Presseinformation Nr. 23)

Besser essen - Mehr bewegen


Dortmunder Tafel führt einen Kochkurs für Arbeitssuchende mit Kindern durch

                      

Dortmund - „Besser essen – Mehr bewegen“ - unter diesem Motto lädt die Dortmunder Tafel in Kooperation mit dem Jobcenter Dortmund Väter und Mütter mit Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren zu einem Kochkurs ein. Zum Deutschen Tafeltag am 29. September stellten die Verantwortlichen das erstmals durchgeführte Projekt der Öffentlichkeit vor.

In der Lydia – Kirchengemeinde in der Dortmunder Nordstadt kocht Projektleiterin Vera Grashoff einmal in der Woche gemeinsam mit den Teilnehmenden saisonale leckere und gesunde Mahlzeiten. Die Teilnehmenden sollen lernen, auch mit wenig Geld und einfachen Lebensmitteln lecker und gesund zu kochen.

„Es dreht sich viel um das Thema gesunde Baby- und Kindernahrung. Wir kochen gesunde Gerichte, die der ganzen Familie schmecken. Außerdem erklären wir den Müttern und Vätern, worauf sie beim Einkaufen achten sollten. Was viele nicht wissen: gerade in den vermeintlich gesunden Fertigprodukten für Babys ist sehr viel Zucker. Mein Lieblingsbeispiel ist der Instant-Fencheltee für Babys ab einer Woche. Hier ist Maltodextrin die erste Zutat – ein anderes Wort für Traubenzucker“, berichtet Vera Grashoff.

„Uns ist es ein wichtiges Anliegen, dass sich unsere Kundinnen und Kunden mit gesunder Ernährung und Bewegung auseinandersetzen.“, erklärt Eva Hüppen, Teamleiterin und Gesundheitskoordinatorin im Jobcenter Dortmund. „Gesundheitliche Probleme können in Folge von Arbeitslosigkeit entstehen oder sich weiter verschlechtern. Erkrankungen und gesundheitliche Belastungen stellen dann ein Vermittlungshemmnis dar und erschweren es, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Um diesen Kreis zu durchbrechen, brauchen wir Kooperationen wie diese, um die arbeitslosen Menschen zu erreichen. Besonders Erziehende und Alleinerziehende, deren Alltag durch den Betreuungsauftrag ohnehin erschwert ist, sind eine wichtige Zielgruppe für uns.“

Die Kinder sind übrigens ebenfalls herzlich zur Teilnahme eingeladen: Es gibt gemeinsame Bewegungsspiele mit den Eltern und während des Kochens ist eine Kinderbetreuung gewährleistet.

Am Ende eines jeden Termins steht das gemeinsame Essen mit Kindern und Eltern.

Das Projekt findet wöchentlich donnerstags von 10 bis 13 Uhr im Lutherzentrum der Lydia-Kirchengemeinde (Flurstraße 41) statt. Weitere Teilnehmer sind herzlich willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Projekt wird gefördert durch das Bündnis für Gesundheit der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) gefördert.

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PI_23_Besser_Essen_Mehr_Bewegen.pdf
27.09.2018 Gipfeltreffen der Gleichstellung
(Presseinformation Nr. 22)

Gipfeltreffen der Gleichstellung

Die Gleichstellungsbeauftragten der 20 größten Jobcenter tagten in Dortmund

 

Dortmund- Unter dem Motto „20up“ trafen sich vom 19. bis 21. September die Gleichstellungsbeauftragten der 20 größten Jobcenter Deutschlands zu einem dreitägigen Kongress. Dazu geladen hatte Iris Lamay, die 2017 zur Gleichstellungsbeauftragten im Dortmunder Jobcenter gewählt wurde. Die Frauen tauschten sich über ihre Erfahrungen bei der Umsetzung des gesetzlichen Auftrags zur Gleichstellung von Frauen und Männern in den einzelnen Jobcentern aus.

 

Nach einer Begrüßung durch den Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund, Frank Neukirchen-Füsers, hielt Professor Dr. Stefan Sell von der Universität Koblenz einen Impulsvortrag zum Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf als Unternehmensziel - Absichtserklärung oder Realität“ und nahm dabei besonders die Teilzeitkräfte in den Jobcentern in den Fokus. Im Anschluss diskutierten die Gleichstellungsbeauftragten über die Folgen von Teilzeitarbeit und der Rentenfalle. „Leider stellen wir nach wie vor fest, dass auch im öffentlichen Dienst Frauen bei der Entscheidung für Kinder beruflich einen Gehaltsverlust befürchten müssen, während der berufliche und gehaltliche Weg bei Männern - egal, wie viele Kinder sie haben - stringent weiter verläuft. Um diese Situation aufzubrechen, ist es sehr wichtig, dass wir Treffen wir diese veranstalten. Wir tauschen Erfahrungen und Informationen aus und lernen von den Best Practice Beispielen der anderen“, erklärt Iris Lamay.

 

„Die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten ist für das Jobcenter Dortmund enorm wichtig“, betont Frank Neukirchen-Füsers, „gemeinsam haben wir einen Gleichstellungsplan mit konkreten Zielen aufgestellt. Mithilfe dessen konnten wir seit 2012 die Quote der Teamleiterinnen von 35 auf 39 Prozent und die der stellvertretenden Teamleiterinnen von 49 auf 52 Prozent steigern. Wir wollen den Anteil der Frauen mit Führungs- und Leitungsaufgaben weiter vergrößern. Ein Baustein dazu ist unser Mentoring-Programm, das wir in diesem Jahr zum sechsten Mal durchführen. Inzwischen haben 69 Frauen daran teilgenommen, von denen viele mittlerweile beruflich aufgestiegen sind.“

 

 

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PI_22_Gleichstellungsgipfel.pdf
20.09.2018 Karriere im Jobcenter
(Presseinformation Nr. 21)

Karriere im Jobcenter

18 Nachwuchskräfte starten ihre Ausbildung beim Jobcenter Dortmund

 

Dortmund- Als Arbeitsvermittler Menschen in Arbeit bringen oder als Sachbearbeiter Geldleistungen berechnen – so könnte der Arbeitsalltag von 18 jungen Menschen, die Anfang September ihre Ausbildung beim Jobcenter Dortmund begonnen haben, aussehen. Fünf von ihnen sind angehende Verwaltungsfachwirte, die übrigen 13 absolvieren ein duales Studium zum Bachelor of Law an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung. Angestellt sind die Beamtenanwärter bei der Stadt Dortmund, werden aber eigens für das Jobcenter Dortmund ausgebildet. In zwei praktischen Ausbildungseinsätzen lernen sie die vielfältigen Tätigkeiten des Jobcenters kennen und werden auf ihren späteren Einsatz vorbereitet. Interessierte können sich unter der Rubrik „Karriere“ auf www.dortmund.de näher informieren.

 

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PI_21_Karriere_im_Jobcenter.pdf
13.09.2018 Theater überwindet Grenzen
(Presseinformation Nr. 20)

Theater überwindet Grenzen

 

Menschen mit Handicap feierten die Premiere ihres medial-szenischen ART-Walks „de:fence“ in dem alten Speichergebäude „Maschinerie“ im Dortmunder Hafen

 

Dortmund- „Wir sind eine heterogene Gruppe von Menschen, die in der Arbeitswelt aufgrund verschiedener Erkrankungen noch nicht richtig Fuß fassen konnten. Daher haben wir uns zu einem Team zusammengeschlossen, das gemeinsam diese Theaterproduktion auf die Beine gestellt hat“, so beschreiben die Teilnehmer des Projektes „Mensch gestaltet Arbeit – kurz MEgA – ihr Theaterwerk „de:fence“ in dem Programmheft, welches sie am Premierenabend an die Zuschauer verteilten. Anschließenden nahm das Ensemble die Zuschauer mit auf einen multimedialen ART-Walk durch die den gesamten Raum der „Maschinerie“. Hier wechselten sich Liveperformances mit Filmvorführungen ab, begleitet von kunstvoll eingesetzten Licht- und Toninstallationen.

 

Mit ihrem Stück „de:fence“ zeigten die Darsteller theatrale Momente der politisch-europäischen-Situation und der gesellschaftlichen Herausforderungen eines gemeinsamen Europas. Ein künstlerischer Blick auf die Angst, Ohnmacht und – schlussendlich – auf das „Denken, Fühlen & Handeln“ der Europäer, innere und äußere Grenzen zu überwinden. Schon beim Einlass in den Vorführungsraum wurden die Zuschauer emotional in die Thematik eingeführt, denn statt einer Eintrittskarte musste ein Visum vorgelegt und strenge Eintrittskontrollen überstanden werden – genauso wie es die Menschen tun müssen, die nach Europa einreisen wollen. In der anschließenden multimedialen Inszenierung zeigten die Akteure unterschiedliche Perspektiven auf die Welt, in der wir leben und von der wir ein Teil sind - Sichtweisen auf die Thematik, die sich an den aktuellen Ereignissen und Herausforderungen unserer Gesellschaft messen lassen kann. Das Inszenierung „de:fence“ ist laut, fragend, suchend, fordernd und provokant in Wort, Bild und Ton. Ein Blick auf unsere Zeit, genährt von Perspektiven aus der Mitte einer europäischen Gesellschaft, die sich fragt: Sind wir reif genug für ein Umdenken?

 

Unter professioneller Anleitung der Theaterpädagogin und Regisseurin Melanie Nagler entwickelte das Ensemble des „MEgA“-Projektes, bestehend aus 18 Akteuren, eine multi-mediale Theaterreise. Die Teilnehmenden des Projektes verfolgen gemeinsam das Ziel, auf dem Arbeitsmarkt ihren Platz zu finden um eine nachhaltige Arbeitsstelle anzutreten. In dem 12-monatigen Projekt lernten sie, die freigesetzten Potentiale, Motivationen und Kompetenzen für die zukünftigen Arbeitgeber sichtbar werden zu lassen und eine Integration auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig zu verankern. Diesen Transfer übernahmen Frau Neele Preuss (M.A. of Arts/Sozialpädagogin), Herr Markus Haftka (Dipl. Ingenieur/JobCoach), sowie Frau Liven Quell (Dipl. Sozialpäd./Geschäftsführung QUEST). Die Teilnehmenden wurden ebenso unterstütz durch Herrn Roberto Belfiore (B.A. Psychologie) und Herrn Till Stauffer (system.Coach/Kompetenzberater/Geschäftsführung QUEST).

 

Die QUEST Projektagentur Dortmund begleitete die Menschen mit sozialpädagogischer und psychologischer Begleitung, JobCoaching, Kompetenzberatung, Motiv-und Potenzialanalyse und der Zusammenarbeit mit Grafikdesignern, Raumgestaltern und Choreografen. „Das Projekt „MEgA“ in Dortmund gibt Menschen die Möglichkeit durch kreatives Arbeiten,

schlummernde Ressourcen zu wecken und zu entdecken. Durch die intensive Auseinandersetzung mit den eigenen Potentialen, Fähigkeiten und Kompetenzen in der Zusammenarbeit in einem künstlerischen Handlungsfeld, werden Kompetenzen weiterentwickelt und nun in Form einer selbstentwickelten Inszenierung im urbanen Raum der Stadt Dortmund sichtbar. Dieser methodische und konzeptionelle Ansatz wirkt sich positiv und deutlich und sichtbar auf die gesundheitliche Situation der Rehabilitanden und Schwerbehinderten aus und steigert somit die Integrationsfähigkeit in den Arbeitsmarkt“, erklärt Liven Quell, Geschäftsführerin der Quest Projektagentur.

 

In einer Werkschau in der Uniongewerbehalle konnten Interessierte im März dieses Jahres einen ersten Einblick in den Schaffens-und Entwicklungsprozess der gemeinsamen Arbeit erhalten. Im Oktober endet das „MEgA“-Projekt und findet seinen Abschluss mit der Aufführung des selbstentwickelten Stückes „de:fence“. Das Ensemble erarbeitete eigenständig die komplette Inszenierung, von der szenischen Entwicklung über Bühnenraumgestaltung, Requisiten, Maske & Kostüm sowie Film, Ton und Medieneinsatz. Dabei feilte die Gruppe nicht nur an der Ideenentwicklung und Umsetzung, sondern auch an der Gesamtplanung des Events.

 

Während der 12-monatigen Laufzeit des Projektes wurden die Teilnehmer auch durch das Team für Rehabilitanden und Schwerbehinderte des Jobcenters Dortmund begleitet und unterstützt. Das Jobcenter Dortmund hat in der Vergangenheit bereits gute Erfahrungen mit Theaterprojekten gemacht, wenn es darum ging, die Situation von Menschen mit bestimmten Einschränkungen zu stabilisieren und ihre Stärken zu fördern. Das Jobcenter Dortmund hat die Kosten für die Teilnahme der Kunden mit überwiegend psychischen Erkrankungen übernommen. Bislang konnten sechs Frauen und ein Mann aus dem Projekt eine neue Arbeitsstelle aufnehmen. Abgebrochen hat die Maßnahme niemand. „Die Erfolge von Theaterprojekten zeigen, dass diese geeignet sein können, um eine selbstbestimmte Lebensführung positiv zu beeinflussen und die gruppendynamischen Prozesse der Teilnehmenden anzuregen. Letztlich steigert das die Integrationsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt.“, erklärt Heike Bettermann, Geschäftsführerin des Jobcenters Dortmund.

 

 

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PI_20_Theater_überwindet_Grenzen.pdf
10.09.2018 Dortmunds Chancengeber ausgezeichnet
(Presseinformation Nr. 19)

Dortmunds Chancengeber ausgezeichnet

Initiative „Arbeit in Dortmund“ verlieh neun Betrieben einen Preis für ihr besonderes Engagement für Langzeitarbeitslose

 

Dortmund- Langzeitarbeitslosen Menschen eine Chance auf Arbeit und damit auf Wertschätzung und eine selbstbestimmte Teilhabe in der Gesellschaft zurückzugeben – dafür setzt sich das Bündnis „Arbeit in Dortmund“ seit knapp drei Jahren ein. Im feierlichen Art-Déco-Ambiente des Museums für Kunst und Kulturgeschichte zeichneten die Bündnismitglieder zum zweiten Mal Dortmunder Betriebe für ihr besonderes Engagement für Langzeitarbeitslose aus. Unter den neun Preisträgern waren „Big player“ wie Amazon und Netto genauso vertreten wie inhabergeführte Betriebe wie Ihr Friseur Kamin oder die Schulz GmbH Garten- und Landschaftsbau GmbH. „Alle diese Arbeitgeber haben langzeitarbeitslose Menschen eingestellt und ihnen den Weg zurück in den regulären Arbeitsmarkt ermöglicht. Mit diesem Preis möchten wir ihr Engagement würdigen und weitere Arbeitgeber ermutigen, Langzeitarbeitslosen eine Chance zu geben. Denn auch wenn der Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren einen Aufschwung erlebt, sind in Dortmund nach wie vor überdurchschnittlich viele Menschen langzeitarbeitslos. Um an dieser Situation etwas zu ändern, braucht Dortmund mehr Chancengeber wie diese neun Betriebe“, sagt Frank Neukirchen-Füsers, Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund.

Neben den Mitgliedern der Initiative, waren auch rund 70 weitere Unternehmen und Netzwerkpartner zugegen als die diesjährigen Preisträger ihre Auszeichnung entgegennahmen. Mit der diesjährigen Verleihung setzte sich das Bündnis auch für die beruflichen Perspektiven junger Menschen ein und richtete die Veranstaltung in Kooperation mit dem Christlichen Jugenddorf Dortmund aus. Das Catering übernahmen an dem Abend Auszubildende des Berufsbildungswerks. „Für unser Berufsbildungswerk suchen auch wir immer nach Chancen gebenden Kooperationsbetrieben in allen Branchen, z. B. für ein längeres Praktikum. Durch eine Kooperation mit dem CJD können die Betriebe ihre Fachkräfte von Morgen rekrutieren“, erklärt Mechtild Ronge, Leiterin des Berufsbildungswerks Dortmund.

Ein weiterer Programmpunkt der Verleihung war der Vortrag von Prof. Dr. Thomas Bauer, Vizepräsident des RWI - Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung e. V. und Vorsitzendem deutscher Stiftungen für Integration und Migration. Er referierte zu dem Thema: „Steuern, was zu steuern ist: Was können Einwanderungs- und Integrationsgesetze leisten?“ und kam zu dem Fazit: allein aufgrund des demografischen Wandels und des daraus resultierenden Arbeitskräftemangels, wird es ohne Zuwanderung nicht gehen. Die Preise überreichten Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK, Stadträtin und Dezernentin Birgit Zoerner sowie Herr Kossack, Vorstand von DSW21 und Geschäftsführer bei DEW21. Die WDR-Moderatorin Karin Niemeyer leitete durch die Veranstaltung.

Der „Arbeit in Dortmund"-Initiative zur Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit haben sich seit 2015 neben dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit Dortmund der Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen, der Bildungskreis Handwerk e.V., der Handelsverband Westfalen-Münsterland, der City-Ring Dortmund, die Stadt Dortmund, die Industrie- und Handelskammer Dortmund, der Deutsche Gewerkschaftsbund Region Dortmund-Hellweg, die Handwerkskammer Dortmund, der Unternehmensverband der Metallindustrie für Dortmund und Umgebung, angeschlossen. Auch namhafte Unternehmen wie der REWE-Großhandel Dortmund, die Deutsche Post DHL Group, DSW21, DEW21 und Borussia Dortmund sind vertreten. Weitere Informationen zu der Initiative, ihren Bausteinen und Aktionen erhalten Interessierte unter www.jobcenterdortmund.de.

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29.08.2018 Minister Laumann lobt Hilfe aus einer Hand im Jugendberufshaus
(Presseinformation Nr. 18)

 

Minister Laumann lobt Hilfe aus einer Hand im Jugendberufshaus

Bei seinem Besuch der Einrichtung in Dortmund sprach der NRW-Arbeitsmister mit ausbildungssuchenden Jugendlichen und lobte die Zusammenarbeit zwischen Jobcenter, Arbeitsagentur und Kommune.

 

Dortmund. Welcher Beruf passt zu mir? Wie bewerbe ich mich richtig? Wer hilft mir, wenn ich von zu Hause ausziehen möchte? Dies sind nur einige der möglichen Fragen, die sich junge Menschen auf dem Weg von Schule ins Arbeitsleben stellen müssen. In Dortmund gibt es eine Anlaufstelle, die ihnen bei diesen und anderen Anliegen hilft: das Jugendberufshaus. Seit Ende 2015 betreuen hier Agentur für Arbeit, Jobcenter und Jugendamt Jugendliche und junge Erwachsenen unter 25 Jahren unter einem Dach, um ihnen die individuelle Hilfe zu geben, die sie brauchen. NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann besuchte die Einrichtung, um sich ein Bild von der erfolgreichen Zusammenarbeit der Akteure zu machen.

Nach einem Rundgang durch das Haus sprach der Minister mit Vertretern des Jobcenters, der Agentur für Arbeit und der Stadt Dortmund und erhielt einen Eindruck davon, wie die einzelnen Träger im Jugendberufshaus zusammenarbeiten und welche Förderangebote sie jungen Menschen bieten. Im Anschluss erhielt der Minister dann die Gelegenheit, sich persönlich mit Ausbildungssuchenden über die Herausforderungen, denen die jungen Menschen auf ihrem Weg ins Arbeitsleben begegnen, auszutauschen.

Karl-Josef Laumann zeigte sich beindruckt von der erfolgreichen Zusammenarbeit und dem hohen Engagement aller Beteiligten: „Die sinkenden Jugendarbeitslosigkeitszahlen zeigen, dass hier in Dortmund in den letzten Jahren mit dem Ansatz „alle Hilfe aus einer Hand“ viel erreicht wurde. Nach wie vor gilt: Eine abgeschlossene Ausbildung ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit und der erste Schritt in eine erfolgreiche berufliche und private Zukunft. Die Mitarbeiter des Jugendberufshauses arbeiten hart dafür, auch jenen die Chance auf eine Lehrstelle zu geben, deren Lebensweg nicht immer geradeaus verlief.“

„Circa 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten im Jugendberufshaus das gesamte Dienstleistungsangebot für unter 25-Jährige von Agentur für Arbeit und Jobcenter an“, erklärt Martina Würker, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit. „Das Jugendamt ist mit einer Mitarbeiterin als Verbindungsstelle zu allen Dienstleistungen des Jugendamtes und zu den Jugendhilfediensten vertreten. Zudem koordiniert das Jugendamt das Projekt Mobile zur intensiven Beratung Jugendlicher, die durch das Angebot des Jugendberufshauses den Anschluss wieder bekommen können“, ergänzt Stadträtin und Dezernentin des Kinder- und Jugendbereiches der Stadt Dortmund, Daniela Schneckenburger. „Unser Ziel ist es, dass alle arbeitssuchenden Jugendlichen in der Betreuung bleiben und niemand verloren geht. Aus diesem Grund arbeiten wir kontinuierlich an unseren internen Schnittstellen, führen gemeinsame Fallbesprechungen durch und schalten unsere Beratungsfachkräfte frühzeitig ein, wenn das Risiko einer Abkopplung droht. Zudem arbeiten wir mit externen Trägern, um bereits abgekoppelte Jugendliche zu erreichen und sie in das Regelsystem zurück zu führen“, berichtet Frank Neukirchen-Füsers.

Und die Bemühungen zeigen Erfolg: rund 150 mehr Ausbildungs- und 250 mehr Arbeitsaufnahmen konnten bisher in 2018 im Vergleich zum Vorjahr in Dortmund gezählt werden. Auch die Jugendarbeitslosigkeit ist in Dortmund innerhalb der letzten drei Jahre von 3.763 auf 2.907 – und damit stärker als im Landesschnitt NRW – gesunken.

 

 

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14.08.2018 Busse werben für Langzeitarbeitslose
(Presseinformation Nr. 17)

Busse werben für Langzeitarbeitslose

DSW21 unterstützt die Initiative „Arbeit in Dortmund“

 

Dortmund- „Arbeit in Dortmund- Gemeinsam gegen Langzeitarbeitslosigkeit“, das ist der Name des Bündnisses, das Menschen wieder eine berufliche Perspektive geben will, die schon länger keinen Job haben. In diesem Zusammenschluss engagieren sich 16 Partner* bestehend aus Kammern, Vereinen, Verwaltungsinstitutionen, Verbänden und namhaften Unternehmen. Sie nutzen ihre Netzwerke und die eigenen Möglichkeiten, um oft erlebte gesellschaftliche Vorurteile gegenüber Langzeitarbeitslosen abzubauen und für attraktive Fördermöglichkeiten bei der Einstellung von langzeitarbeitslosen Dortmunderinnen und Dortmundern zu werben.

So auch die Dortmunder Stadtwerke. Zwischen dem Dortmunder Nahverkehrsunternehmen und dem Jobcenter besteht bereits seit Jahren eine gute und enge Zusammenarbeit. Über verschiedene Förderprogramme konnten zum Beispiel Busbegleiter für einen zusätzlichen Fahrgastservice eingesetzt werden.

Seit Mitte des letzten Jahres sind DSW21 und auch die Energietochter DEW21 Mitglieder der Initiative „Arbeit in Dortmund“. Manfred Kossack vom Vorstand DSW21 betont: „Als wir angesprochen wurden, ob wir der Initiative beitreten wollen, haben wir uns sehr gefreut und sofort unsere Unterstützung zugesagt. Wir wollen dabei helfen, den Menschen in dieser Stadt den Weg zurück in Arbeit zu ebnen. Gemeinsam mit dem Jobcenter haben wir zum Beispiel einen Aktionstag für Langzeitarbeitslose organisiert, die in unserer Fahrschule eine Probefahrt mit dem Linienbus machen und sich danach direkt bewerben konnten. In wenigen Wochen führen wir diese erfolgreiche Aktion noch einmal mit der Stadtbahn durch.“

Die DSW21 unterstützen das Bündnis nicht nur aktiv, sie stellen auch Werbeflächen auf und in ihren Bussen und Stadtbahnen zur Verfügung. Der DSW21-Vorstand Manfred Kossack und der Jobcentergeschäftsführer Frank Neukirchen-Füsers stellten nun die neue Kampagne vor, die Arbeitgeber auf die Fördermöglichkeiten des Jobcenters aufmerksam machen soll. Lohnkostenzuschüsse bis zu 75 Prozent bei der Einstellung einer arbeitslosen Person sind derzeit möglich. Der Arbeitgeberservice des Jobcenters ist gerne bei der Auswahl von Personal behilflich. Interessierte Arbeitgeber können sich unter der Rufnummer 0231 842 2888 für die Personalgewinnung an das Jobcenter wenden.

„Wir danken DSW21 für ihr Engagement. Neben der großen Heckscheibenwerbung haben sie uns auch zahlreiche Werbeflächen an den Seitenscheiben von Bussen und Stadtbahnen ermöglicht. Wir hoffen, dass wir so viele Arbeitgeber mit unseren Botschaften erreichen können und weitere Chancengeber für arbeitsuchende Menschen finden“, erklärt Neukirchen-Füsers.

 

*Dazu gehören:

Der Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V.; der Bildungskreis Handwerk e.V.; der Handelsverband NRW Westfalen-Münsterland; der Unternehmensverband der Metallindustrie für Dortmund und Umgebung e.V.; die Wirtschaftsförderung und das Sozialdezernat der Stadt Dortmund; die Industrie- und Handelskammer zu Dortmund; der Deutsche Gewerkschaftsbund; der City-Ring Dortmund; Borussia Dortmund; Rewe Großhandel Dortmund; die Handwerkskammer Dortmund; DEW21 und DSW21; die Deutsche Post DHL Group; die Agentur für Arbeit Dortmund und das Jobcenter Dortmund.

 

Die Initiative „Arbeit in Dortmund- Bündnis gegen Langzeitarbeitslosigkeit“ entstand Ende 2015. Seit dem veranstalten die Bündnispartner zahlreiche Kooperationsveranstaltungen und werben in den Netzwerken der Partner dafür, Langzeitarbeitslose einzustellen.

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10.08.2018 Jugendliche suchen einen (Aus-)Weg
(Presseinformation Nr. 16)

 

Jugendliche suchen einen (Aus-)Weg

16 Jugendliche nahmen an einem Live Escape Game durch das Jugendberufshaus teil. Am Ende erwartete sie eine Belohnung.

Dortmund. Spannung, Aufregung, Freude, Erleichterung – all diese Emotionen gab es heute im Jugendberufshaus am Dortmunder Hauptbahnhof. 16 Jugendliche haben hier an einer Rallye im Stil eines Live Escape Games teilgenommen. In Teams mussten sie dabei gemeinsam Rätsel lösen, Hinweisen nachgehen und nach Lösungen suchen. Anlass für die Aktion ist der Internationale Tag der Jugend am kommenden Sonntag. „Mit dem Escape Game wollten wir Jugendlichen auf unterhaltsame Weise die vielfältigen Angebote des Jugendberufshauses näherbringen“, erläutert Nicole Gödde, Teamleiterin im Jugendberufshaus und Mitinitiatorin des Spiels. „Was muss ich tun, wenn ich von zu Hause ausziehen muss? Wie kann mir die Berufsberatung weiterhelfen? Welche Angebote gibt es im Berufsinformationszentrum? Das Escape Game gibt auf diese und andere Fragen eine Antwort“.

Live Escape Games, die von sogenannten „Escape the Room“-Computerspielen abstammen, sind derzeit voll im Trend. Das Ziel: Das Team muss sich in einer bestimmten Zeit den Weg - üblicherweise aus einem Raum - heraus rätseln. Heute ging es für die Jugendlichen durch das gesamte Jugendberufshaus. „Das Jugendberufshaus unterstützt Jugendliche beim Übergang zwischen Schule und Berufsleben. Im besten Fall verlassen die Jugendlichen das Jugendberufshaus mit einem Ausbildungsplatz. Auf diesem Weg können viele Situationen eintreten, in denen die Jugendlichen Hilfe brauchen. Diesen Gedanken haben wir in unserem Escape Game aufgegriffen: Auf ihrem Weg durch die verschiedenen Stationen des Jugendberufshauses finden die Jugendlichen am Ende ihre Lösung bzw. den Ausweg“, erklärt Dirk Engelsking, Bereichsleiter im Jugendberufshaus.

In 5er-Teams bahnten sich die Jugendlichen ihren Weg durch die verschiedenen Abteilungen. Wenn alles gut lief, hielten sie am Ende einen Zahlencode in der Hand, mit dem sie eine Kiste aufschließen konnten. In dieser Kiste erwartete sie eine Belohnung: Neben einem modischen Festival-Beutel und etwas zu Naschen, gab es auch einen wertvollen Gutschein für ein digitales Bewerberprofil. „Wenn sie den Gutschein einlösen, erhalten sie eine persönliche und professionelle Bewerbungsseite mit Video, die sie an Arbeitgeber versenden können. Das ist nicht nur ein moderner Weg, sich zu bewerben, damit stechen sie auch aus der Masse heraus und überzeugen mit ihrer Persönlichkeit“, erklärt Nicole Gödde. Zu der Aktion hatten die Initiatoren gezielt Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem sogenannten Förderzentrum eingeladen. Hier werden Jugendliche betreut, die keinen perfekten Lebenslauf vorweisen können und durch diese Form der Bewerbung besonders profitieren.

Im Jugendberufshaus bieten das Jobcenter Dortmund, die Agentur für Arbeit Dortmund und das Jugendamt der Stadt Dortmund jungen Menschen am Übergang von der Schule in das Berufsleben auf den individuellen Bedarf abgestimmte Unterstützung  aus „einer Hand“. Dabei ist es Ziel, keine Jugendlichen auf dem Weg in das Berufsleben aus dem Auge zu verlieren.

 

 

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23.07.2018 Dortmunder Langzeitarbeitslose fassen Fuß in Emsdetten
(Presseinformation Nr. 15)

Dortmunder Langzeitarbeitslose fassen Fuß in Emsdetten

Kooperation zwischen Agentur für Arbeit Rheine und Jobcenter Dortmund verhilft TWE Group zu neuen Mitarbeitern

Dortmund. Während einige Arbeitgeber im Münsterland Schwierigkeiten haben, Arbeitnehmer für ihre Produktion zu finden, gibt es in Dortmund viele Menschen, die nach längerer Zeit der Erwerbslosigkeit wieder zurück in den Beruf möchten. Eine Kooperation zwischen der Agentur für Arbeit Rheine und dem Jobcenter Dortmund hat  aktuell für fünf Kunden des Jobcenters Dortmund zu einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in der TWE Vliesstoffwerke GmbH in Emsdetten geführt.

 

„Das Münsterland ist geprägt durch eine sehr niedrige Arbeitslosigkeit“, erklärt Reiner Zwilling, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rheine. „Das bedeutet aber auch, dass unsere Unternehmen offene Stellen häufig nur mit größerer Anstrengung neu besetzen können. Im Ruhrgebiet stellt sich die Marktlage jedoch anders dar, dort suchen mehr Menschen eine Beschäftigung. So entstand im Jobcenter Dortmund die Idee mit der Agentur für Arbeit Rheine zu kooperieren und Langzeitarbeitslosen aus Dortmund im Kreis Steinfurt eine neue Perspektive zu verschaffen.“ „Während Dortmund mit einer überdurchschnittlich hohen Arbeitslosenquote von über 10 Prozent kämpft, könnten in Emsdetten viele freie Stellen mit geeigneten Bewerberinnen und Bewerber besetzt werden. Wenn wir es also schaffen würden, unsere Kundinnen und Kunden in Dortmund von einer Arbeitsaufnahme in Emsdetten zu überzeugen, wäre das eine Win-Win-Situation für beide“, fügt Frank Neukirchen-Füsers, Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund hinzu. Mit großem Engagement präsentierten Agentur und Jobcenter die Idee unter anderem dem Emsdettener Unternehmen TWE.

 

Was folgte, war ein gemeinschaftliches Projekt, das mit mehreren Partnern erfolgreich startete. Im Frühjahr fand ein Vorstellungstag bei TWE in Emsdetten statt, zu dem viele interessierte Kunden des Dortmunder Jobcenters anreisten. Einige von ihnen fühlten sich derart angesprochen, dass sie sich für ein mehrwöchiges Praktikum in der münsterländischen Stadt entschieden haben. „Fünf von sechs haben gegen Ende ihrer Praktikumszeit unser Arbeitsplatzsangebot angenommen“, erklärt Peter Kemper, Personaldirektor bei TWE. Anfang Juli haben sie einen Arbeitsvertrag bei TWE unterschrieben. Einer von ihnen, Rachid Ziali El Hachmi, wird in den nächsten Monaten mehrere Abteilungen der TWE kennen lernen und zum August 2019 sogar eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik aufnehmen.

 

„Üblicher Weise rekrutieren wir Mitarbeiter über unsere Facebook-Seite oder Stellenanzeigen in den hiesigen Zeitungen. Auch im Helferbereich besteht immer Bedarf an neuen Einstellungen, insbesondere, da ein Großteil der Arbeitsplätze sogenannte Anlerntätigkeiten sind“, erklärt Peter Kemper. „Eine Kooperation wie diese würden wir jederzeit wieder eingehen, da wir die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit als sehr angenehm und die Unterstützung durch das Jobcenter Dortmund als sehr professionell und hilfreich empfunden haben. Mit diesem Erfolg, dass wir fünf neue Mitarbeiter erhalten, hatte keiner von uns zu Beginn des Projektes gerechnet!“

 

Unterstützt wurden die Praktikanten und neuen Mitarbeiter durch die Dortmunder Bildungs-, Entwicklungs- und Qualifizierungsgesellschaft dobeq, die ihnen während des Praktikums sozialarbeiterisch zur Seite stand. „Wir haben seit einigen Jahren ein Konzept vorliegen, um Langzeitarbeitslose außerhalb der Heimatregion in Arbeit zu bringen“, so Oliver Schröter, der sich bei der dobeq insbesondere um Beschäftigungsprojekte kümmert. „Hier hat es sehr gut funktioniert, und wir betreuen die Arbeitnehmer auch in den nächsten Monaten weiter, damit sie den Schritt ins Arbeitsleben gemeinsam mit ihren Familien gut schaffen können.“ Derzeit geht es besonders um die Suche nach Wohnraum, und die Integration der Kinder in Schule und Kita.

 

Reiner Zwilling zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf des Projekts: „Um dem Personalengpass in unserer Region zu begegnen, ist es gut neue, kreative Wege zu gehen und dabei mit allen Akteuren am Arbeitsmarkt eng zusammenzuarbeiten und im kontinuierlichen Austausch zu bleiben“, so Reiner Zwilling. „Für eine neue Arbeit in eine fremde Stadt zu ziehen und damit seinen Lebensmittelpunkt zu verlagern, erfordert viel Mut. Diesen haben die fünf Kunden des Jobcenters Dortmund mit ihrer Entscheidung bewiesen.

 

 

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19.07.2018 Volltreffer: Über Tischfußball zum neuen Job!
(Presseinformation Nr. 14)

Volltreffer: Über Tischfußball zum neuen Job!

BVB und Jobcenter organisieren Kickerturnier für Langzeitarbeitslose

Dortmund- Am Freitag (13.07.2018) hatten Borussia Dortmund und das Jobcenter in den Signal Iduna Park eingeladen. Acht Arbeitgeber spielten mit 35 Langzeitarbeitslosen in gemischten Gruppen Tischfußball. Die Idee dahinter: Arbeitgeber bringen Stellenangebote mit und kommen mit Langzeitarbeitslosen locker und ungezwungen zusammen. Sie lernen sich durch das gemeinsame Kickern kennen und schauen, ob sie beruflich zusammenpassen. „Im persönlichen Gespräch zu überzeugen, fällt unseren Kundinnen und Kunden häufig leichter, als durch Bewerbungsunterlagen“, erklärt Susanne Cziske, Teamleiterin beim Jobcenter Dortmund.

Begonnen hatte das Job-Event mit einer gemeinsamen Führung durch das Stadion des BVB. Ob auf der Trainerbank oder in der Mannschaftskabine: Das erste Kennenlernen konnte ganz unförmlich beim Gang durch die „heiligen Hallen“ des BVB erfolgen.

Danach begrüßte Reinhard Beck, der Personaldirektor des BVB, die Teilnehmenden: „Als wir gefragt wurden, ob wir der Initiative ‚Arbeit in Dortmund- Bündnis gegen Langzeitarbeitslosigkeit‘ beitreten wollen, haben wir sofort ja gesagt! Trotz sehr guter Wirtschaftslage gibt es immer noch zu viele Menschen, die keinen Job haben, weil ihnen als Langzeitarbeitslose ein Stempel aufgedrückt wird. Wir als BVB wollen mithelfen, daran etwas zu ändern und den Menschen eine berufliche Perspektive ermöglichen. Wir nutzen unsere Netzwerke und sprechen mit anderen Arbeitgebern darüber.“

Der Geschäftsführer des Jobcenter Dortmund, Frank Neukirchen-Füsers, unterstrich die Bedeutung des Bündnisses „Arbeit in Dortmund“ für diese Stadt: „Es gibt viele Arbeitgeber, die leider und oft völlig zu Unrecht, zurückhaltend bei der Einstellung von Langzeitarbeitslosen agieren. Über unsere gemeinsame Initiative mit 15 großen Partnern in dieser Stadt, wollen wir für Langzeitarbeitslose und dafür werben, auch mit Fördermöglichkeiten des Jobcenters, Langzeitarbeitslosen eine berufliche Perspektiven zu geben.“

Im Rahmen der Kooperation des Bündnisses wurde die Idee für das gemeinsame Kickerturnier geboren. „Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Es hat nicht nur ungeheuerlich viel Spaß gemacht, von Arbeitgebern, Kundinnen und Kunden habe ich durchweg positive Rückmeldungen erhalten. Viele werden sich in den nächsten Tagen zu weiteren Gesprächen treffen. In einem Pflegeberuf und im Einzelhandel bahnen sich bereits sehr konkrete Beschäftigungsmöglichkeiten an“, erklärt Susanne Cziske vom Jobcenter abschließend.

Der Jobcenter-Kunde Stefan Maerz äußerst sich ebenfalls zufrieden: „Das ist ein ganz lockerer Raum, in dem die Gesprächsführung vereinfacht wird. Man kommt sich näher und ist sich schneller sympathisch. Ich konnte so mit drei Arbeitgebern sprechen, bei denen ich mir eine Anstellung gut vorstellen könnte!“

 

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Die Initiative „Arbeit in Dortmund- Bündnis gegen Langzeitarbeitslosigkeit“ entstand Ende 2015. Seit dem veranstalten die Bündnispartner zahlreiche Kooperationsveranstaltungen und werben in den Netzwerken der Partner dafür, Langzeitarbeitslose einzustellen. Arbeitgeber können attraktive Fördermöglichkeiten des Jobcenters erhalten. Das Jobcenter hilft auch bei der Auswahl der Bewerber. Interessierte Arbeitgeber können sich unter der Rufnummer 0231/ 842- 2888 informieren.

Zu dem Bündnis gehören: Der Arbeitgeberverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V.; der Bildungskreis Handwerk e.V.; der Handelsverband NRW Westfalen-Münsterland; der Unternehmensverband der Metallindustrie für Dortmund und Umgebung e.V.; die Wirtschaftsförderung und das Sozialdezernat der Stadt Dortmund; die Industrie- und Handelskammer zu Dortmund; der Deutsche Gewerkschaftsbund; der City-Ring Dortmund; Borussia Dortmund; Rewe Großhandel Dortmund; die Handwerkskammer Dortmund; DEW21 und DSW21; die Deutsche Post DHL Group; die Agentur für Arbeit Dortmund und das Jobcenter Dortmund.

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Volltreffer: Über Tischfußball zum neuen Job!
18.07.2018 300 Förderplätze für geflüchtete Frauen
(Presseinformation Nr. 13)

300 Förderplätze für geflüchtete Frauen

Träger können sich bis zum 15. August für neues Förderprojekt des Jobcenters bewerben

 

Dortmund- Sprache lernen, sich weiterbilden, eine Arbeit finden – so sieht idealerweise der Weg aus, wenn Menschen, die aus ihrem Heimatland fliehen mussten, im Jobcenter betreut werden. Was in der Theorie einfach klingt, ist für die Beratungs- und Vermittlungsfachkräfte des Jobcenters oftmals eine schwierige Aufgabe. „Insbesondere geflüchtete Frauen müssen auf ihrem beruflichen Weg häufig intensiv beraten und begleitet werden. Hinzu kommen interkulturelle Besonderheiten, wie zum Beispiel, dass die Familie häufig in wichtige Entscheidungen miteinbezogen wird. Es bedarf in vielen Fällen einer ganzheitlichen, interkulturellen und gendersensiblen Beratung, die wir allein nicht leisten können“, erklärt Gabriele Herweg-Zaide, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im Jobcenter Dortmund.

 

Gezielte Förderung

 

Um Flüchtlingsfrauen besser fördern zu können, möchte das Jobcenter Dortmund in Zukunft mit erfahrenen Trägern zusammenarbeiten. Träger können sich auf ein neues Förderprogramm des Jobcenters Dortmund bewerben und eine Zuwendung erhalten. „Viele Träger haben in der Vergangenheit bereits mit geflüchteten Frauen gearbeitet und kennen die familiären und interkulturellen Rahmenbedingungen. Auf diese professionell einzugehen und die Frauen dabei schrittweise hin zu der Aufnahme einer Weiterbildung und einer Arbeit zu führen, das ist das Ziel des Projektes“, erklärt Heike Bettermann, Geschäftsführerin im Jobcenter Dortmund. So sollen die Frauen in Einzel- und Gruppencoachings erfahren, welche Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten es gibt, wie eine Kinderbetreuung organisiert werden kann oder wie Gesundheitsangebote genutzt werden können. Die Frauen sollen dabei möglichst in ihrer Muttersprache beraten werden, zum Beispiel in Arabisch, Kurdisch oder Türkisch.

 

Auf drei Jahre ausgelegt

 

Das Projekt richtet sich an Frauen mit Flucht- oder Migrationshintergrund zwischen 16 und 64 Jahren, die in den vergangenen Jahren nach Deutschland eingereist sind. 300 Frauen sollen in einem Projektzeitraum von drei Jahren gefördert werden. Bis zum 15. August 2018 können interessierte Träger ihr Konzept einreichen.

 

Die gesamte Förderrichtlinie nach § 16f ist auf der Homepage des Jobcenters Dortmund unter dem Pfad „Service“ – „Downloadcenter“ – „Weisungen und Leitfäden“ eingestellt.

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PI13_300_Förderplätze_für_geflüchtete_Frauen.pdf
27.06.2018 Umwandlung von Minijobs in Gesundheitsberufen
(Presseinformation Nr. 12)

Umwandlung von Minijobs in Gesundheitsberufen

Gute Resonanz bei den Unternehmenstagen 2018

 

Dortmund-Halbzeit bei den Unternehmenstagen 2018. Bei der fünften Veranstaltung ging es um die Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Rund 30 Gäste informierten sich über das Thema in den Räumen des Dortmunder Jobcenters.

Raus aus der Minijobfalle

Die Umwandlung von Minijobs ist beim Jobcenter schon seit 2011 ein wichtiges Thema. Damals hatte sich deren Zahl in der Region innerhalb von zehn Jahren verdoppelt. Eine Zunahme, die weit über dem Bundes- und Landesdurchschnitt lag. Heike Bettermann, Geschäftsführerin Markt und Integration ist froh, dass ihre Arbeit Früchte getragen hat und seitdem rund 2.500 Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen umgewandelt werden konnten.

Heute werden immer noch 54.000 Minijobs in der Region gezählt. Eine unbefriedigende Situation für das Jobcenter. Nicht nur weil viele Beschäftigte regelrecht in der Minijobfalle feststecken, auch weil an anderen Stellen händeringend Fachkräfte gesucht werden.

Eine andere Nummer: Fachkräfte im Minijob

Eine Branche, in der das schon heute der Fall ist, ist die Gesundheitsbranche. Daher hat das Team des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet, die regionale Anlaufstelle des Landesprojektes Competentia, die Umwandlung von Minijobs in der Gesundheitsbranche ins Auge gefasst.

Dr. Cordula Sczesny von der Sozialen Innovation GmbH stellte die Ergebnisse einer Befragung von mehr als 100 Betrieben aus dem Gesundheitsbereich in der Region vor, die sie im Rahmen des Projektes durchgeführt hat. Mehr als 60 % aller Betriebe würden Minijobs gerne ausweiten und in Teilzeit- oder Vollzeitarbeit umwandeln. Allerdings benötigt ein Drittel aller Befragten Unterstützung dabei, die Minijobber oder Minijobberinnen von einer Umwandlung zu überzeugen. „Die Unternehmen wissen nicht, was sie tun können, wenn die Kollegin sagt: „Ich muss und ich will nicht mehr arbeiten.“ Wir müssen Frauen Lust auf mehr Arbeit machen.“, fasst Dr. Cordula Sczensy das Kernproblem zusammen.

 

Beispiele aus der Praxis: Lust auf mehr Arbeit

Annette Pelzer, Inhaberin eines ambulanten Pflegedienstes, hat diese Erfahrung bisher noch nicht gemacht. Sie macht die Mehrbeschäftigung unter anderem über Zusatzqualifikationen schmackhaft, die dann auch besser bezahlt werden: „Die ehemaligen Minijobber wachsen, bekommen mehr Selbstvertrauen und haben Spaß. Dadurch machen sie auch automatisch bessere Arbeit.“

Auch Ligia Viegas von My Health Club hat schon mehrere Minijobs zu Teil- und Vollzeitjobs ausgeweitet. Stimmt die Chemie, weitet sie Beschäftigungsverhältnisse gerne aus. Mit Unterstützung des Jobcenters konnte eine Fachkraft den Führerschein machen, den sie für den externen Einsatz in Unternehmen zwingend brauchte.

„Etwas Besseres kann mir gar nicht passieren, als unseren Minijobber*innen eine Festanstellung anzubieten, wenn es passt“, ist Ligia Viegas froh über die Möglichkeit neue Kräfte im Minijob zu testen.

 

Motto des Jobcenters: „Mehrwert schaffen – Minijobs umwandeln“

Doch nicht immer sind Betriebe bereit, Minijobs umzuwandeln. „Viele Arbeitgeber und Minijobber*innen wissen nicht um die Gleichbehandlung im Arbeitsrecht“, stellt Daniel Biermann, zuständiger Teamleiter für Minijobs beim Jobcenter Dortmund, fest. „Regelungen für Urlaub, Krankheit, Weihnachtsgeld und Kündigungsfristen sowie Tarifentgelte gelten auch für Minijobber.“ Für Arbeitgebende verringern sich die Abgaben bei einer Umwandlung sogar von 30 auf 20 Prozent. „Doch die Ersparnisse spielen gar nicht so eine große Rolle bei Unternehmen. Die Erfahrung, die wir machen ist, dass Bindung und Zuverlässigkeit der Minijobber geringer ist.“

Um Umwandlungen für Unternehmen zu erleichtern, bietet das Jobcenter Lohnzuschüsse für Unternehmen und Einstiegsgeld für Beschäftigte. Seit März diesen Jahres kümmert sich ein Projekt beim Jobcenter auch um sogenannte Midijobs bis 850 €. „Wir haben ein Interesse, dass sich Teilzeit nicht verfestigt“, betont Biermann. Denn sonst sei es am Ende zu wenig zum Leben und im Alter reiche die Rente sicherlich auch nicht aus.

 

Unternehmenstage 2018: Frauen im Fokus

Ursula Bobitka vom Kompetenzzentrum Frau & Beruf war sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Viele der Gäste kamen aus Unternehmen und nutzten die Gelegenheit, um individuelle Fragen zu stellen, so dass am Ende alle vom Praxisaustausch profitierten.

Im Rahmen der „Unternehmenstage 2018“ zeigt das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Westfälisches Ruhrgebiet (Competentia) bei insgesamt neun Veranstaltungen innovative Wege zur Rekrutierung und Bindung weiblicher Fachkräfte für kleine und mittlere Unternehmen. Dazu stellen Unternehmen und Institutionen aus der Region ihre Räume zur Verfügung.

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Umwandlung von Minijobs in Gesundheitsberufen
16.05.2018 Wer nicht startet, kommt nicht ans Ziel!
(Presseinformation Nr. 9)

Wer nicht startet, kommt nicht ans Ziel!

Jobcenter tauscht zum 7. Mal Bürostuhl gegen Laufschuhe

 

Dortmund- Bereits zum siebten Mal liefen die Mitarbeitenden des Jobcenters Dortmund beim Firmenlauf B2RUN mit. Unter dem Motto „Wer nicht startet, kommt nicht ans Ziel“ traten in diesem Jahr 70 lauffreudige Kolleginnen und Kollegen den Wettlauf gegen die Zeit an. Schnellster Kollege und 14. in der Gesamtwertung der Männer wurde Pascal Meisterjahn, der die Distanz von 6 Kilometern in 22 Minuten und sechs Sekunden absolvierte.

 

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Wer nicht startet, kommt nicht ans Ziel!
16.05.2018 Behörde wird digitaler
(Presseinformation Nr. 8)

Behörde wird digitaler
Jobcenter bietet mehr Online-Service

Dortmund- E-Government ist nicht mehr nur Vision, der digitale Fortschritt in der Kommunikation und im Service zwischen Behörden und Bürgern schreitet in großen Schritten voran.

Das Jobcenter Dortmund hat sich in Sachen Digitalisierung für dieses Jahr viel vorgenommen: „Wir arbeiten ganz entschieden daran, unseren Kundinnen und Kunden durch neue technische Möglichkeiten ein Plus an Service und Leistungen bieten zu können“, beton der Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund, Frank Neukirchen-Füsers, zukunftsorientiert.

Am Jobcenter-Standort Kampstraße wurde nun die Möglichkeit eingerichtet, Termine für Vorsprachen online zu buchen. Kundinnen und Kunden nehmen diese Option über die Jobcenter-Homepage gut und gerne an. „Ich finde das neue System klasse. Die Termine werden zuverlässig eingehalten und ich spare viel Wartezeit“, erklärt die Jobcenter-Kundin Ramona Michel. Bei einem Volumen von rund 1.000 Kundenvorsprachen in der Woche am Standort Kampstraße verteilen sich die Besucher nun deutlich besser über die Öffnungszeiten.

Zudem wird im Wartebereich des Jobcenters an der Kampstraße kostenlos WLAN zur Verfügung gestellt. Kundinnen und Kunden können auf diese Weise die informativen Angebote auf der Homepage des Jobcenters wahrnehmen oder  ihre Wartezeit angenehm gestalten.

Im Weiteren werden die Online-Terminierung und das kostenfreie WLAN auch für Kundinnen und Kunden an den Standorten Steinstraße, Königshof, Südwall und Kaiserhain zur Verfügung stehen.

Im November vergangenen Jahres wurde bereits die digitale Kundenakte eingeführt. „Das digitale Verarbeiten von Dokumenten eröffnet uns und unseren Kundinnen und Kunden neue Möglichkeiten, nicht nur den digitalen Versand, sondern auch die Option online Anträge einzureichen, eigene Dokumente zu verwalten oder Terminerinnerungen zu erhalten. Wir loten gerade die technische Realisierbarkeit verschiedener EDV-Schnittstellen aus. Wir wollen den technischen Fortschritt bestmöglich für den Ausbau und die Intensivierung von Beratungs- und Servicemöglichkeiten für unsere Kunden nutzen“, erklärt Neukirchen-Füsers den Hintergrund der Digitalisierungsoffensive.

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Behörde wird digitaler
28.03.2018 Jobcenter und Agentur für Arbeit testen neues Auszahlungsverfahren
(Presseinformation Nr. 6)

Auszahlung im Ausnahmefall

Jobcenter und Agentur für Arbeit testen neues Auszahlungsverfahren

 

Um Kundinnen und Kunden in besonderen Notsituationen schnell zu helfen, testen das Jobcenter sowie die Agentur für Arbeit Dortmund ein neues Auszahlungsverfahren. Wer in Notsituationen schnell Bargeld braucht, kann dieses ab Juni mit einem ausgestellten Zahlschein des Jobcenters oder der Agentur für Arbeit im Einzelhandel bekommen.

 

War bisher die „Auszahlung im Ausnahmefall“ in Dortmund nur an speziell errichteten Kassenautomaten möglich, wird dieses Verfahren nun testweise ab Juni durch das neue Auszahlungsverfahren im Einzelhandel ersetzt. Kundinnen und Kunden, die in einer Notsituation dringend Bargeld benötigen, können vom Jobcenter sowie der Agentur für Arbeit Dortmund einen Zahlschein erhalten. Mit diesem Beleg bekommen sie an den Kassen der beteiligten Einzelhändler die festgelegte Summe ausbezahlt.

 

Generell gilt: Arbeitslosengeld wird auch weiterhin auf das Konto überwiesen. „Barauszahlungen im Ausnahmefall“ betreffen nur wenige Kundinnen und Kunden und machen weniger als ein Prozent der Gesamtauszahlungen aus. „Doch gerade in Notsituationen ist es wichtig, schnell an finanzielle Hilfen zu gelangen“, sagt Martina Würker,  Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Dortmund. „Durch die Auszahlung im Einzelhandel erhöht sich die Zahl der Auszahlstellen deutlich, dadurch werden weite Fahrwege an bisherige Kassenautomaten erspart“, so Würker. Auch der Geschäftsführer des Jobcenters, Frank Neukirchen-Füsers, begrüßt das neue Verfahren: „Mit dem Verfahren gehen wir mit der Zeit. Auszahlungen in Notsituationen werden dadurch unkomplizierter. Davon werden unsere Kundinnen und Kunden profitieren. Die Auszahlung erfolgt völlig anonym.“ 

 

Der Zahlschein kann bei den Einzelhändlern Rewe, real, Rossmann, Penny, dm und Dr. Eckert eingelöst werden. Der ausgehändigte Zahlschein ist anonym, enthält keine Personendaten und lässt keinen Rückschluss auf das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit zu. Die Barzahlung kann dann als  Vorschuss etwa für die Ersatzbeschaffung einer defekten Waschmaschine oder als Erstattung für Reisekosten zum Bewerbungsgespräch eine schnelle Hilfe garantieren.

 

Dortmund ist einer von bundesweit neun Pilot-Standorten, an dem das neue Verfahren getestet wird. Das neue Verfahren soll 2018 bundesweit eingeführt werden.

 

FAKTENCHECK

 

Zukünftig werden alle Leistungen nur noch über das Zahlscheinverfahren ausgezahlt. Stimmt das?

Nein. Für die meisten Kunden ändert sich nichts, weil Überweisungen unberührt bleiben. Die Änderung betrifft nur Kundinnen und Kunden, denen wir zur Vermeidung einer Notsituation mit einer sofortigen Barauszahlung helfen wollen. Das ist zum Beispiel bei begrenzten Vorschüssen der Fall oder bei außergewöhnlichen Aufwendungen etwa für die Neuanschaffung einer Waschmaschine.

 

Bleiben Leistungsempfänger im Supermarkt anonym?

Ja. Der Zahlschein wird auf einen A4 Bogen gedruckt, enthält einen Barcode und eine Auflistung von teilnehmenden Märkten in der Nähe. Die ausgebende Stelle wird verborgen. Auch der auszahlende Markt und der Anbieter erhalten keine Klardaten von Kundinnen und Kunden der BA. Der Supermarktmitarbeiter an der Kasse kann anhand des Zahlscheins nicht erkennen, ob etwa die Auszahlung einer Online-Retoure des Versandhandels abgewickelt wird oder ein Vorschuss auf das Arbeitslosengeld Grund der Barzahlung ist.

 

Ist die BA zu Barauszahlungen verpflichtet?

Die BA und die Jobcenter zahlen im gesetzlichen Auftrag Geldleistungen an Kundinnen und Kunden aus. Dies erfolgt im Regelfall per Überweisung auf das Konto des Zahlungsempfängers. Unter bestimmten Voraussetzungen können Vorschuss- bzw. Abschlagszahlungen geleistet werden. Eine gesetzliche Verpflichtung, Abschläge oder Vorschüsse als Barzahlung auszuführen, gibt es nicht. Arbeitsagentur und Jobcenter bieten diesen Service aber im Ausnahmefall und zur Vermeidung einer Notsituation an.

 

Wie viele Barauszahlungen gibt es? Welche Summe wurde dafür aufgewendet?

Barauszahlungen sind nur zur Vermeidung einer Notsituation im Ausnahmefall notwendig. Im Jahr 2017 wurden an den Kassenautomaten rund 310.000 Transaktionen verbucht, die ein Gesamtvolumen von 78 Millionen Euro umfassten. Zum Vergleich: Die Arbeitsagenturen haben im letzten Jahr 14 Milliarden Euro Arbeitslosengeld I bewilligt, die Jobcenter 16,2 Milliarden Euro Arbeitslosengeld II (ohne Kosten der Unterkunft). Barauszahlungen sind also eher die Ausnahme.

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Neues Auszahlungsverfahren
08.03.2018 Was bringt ein Minijob?
(Presseinformation Nr. 5)

Was bringt ein Minijob?

Jobcenter seit 2011 mit Umwandlungen erfolgreich

 

Dortmund- Wie kann aus einem Minjob eine vollwertige Beschäftigung entstehen? Wir besuchen ein Reifenhotel in der Nordstadt. An der Münsterstraße führen Hüseyin Kocak und seine Frau Gülcan den Meisterbetrieb Reifendienst Esko für Reifenhandel und Kfz-Reparaturen. 2014 kam Yuliyan Kotov mit seiner Frau und zwei Kindern aus Bulgarien nach Dortmund. Bei Esko bekam er einen Minijob, weil er in seiner Heimat bereits zwei Jahre bei einem Reifenhändler Erfahrungen gesammelt hatte. Die Firma in Bulgarien machte Pleite, er suchte eine neue berufliche Perspektive. Wegen der Kinder machte sich seine Familie auf den Weg nach Deutschland.

„Wir sind sehr zufrieden mit ihm. Er leistet gute Arbeit und ist sehr fleißig. Mehr als ein Minijob war aber zunächst nicht drin. Reifenhandel ist ein Saisongeschäft“, erklärt Gülcan Kocak.

Die Firma Esko ist seit 2010 in Dortmund ansässig und beschäftigt sieben Mitarbeiter. Neben dem klassischen Reifenwechsel werden auch TÜV-Abnahmen, Kfz-Reparaturen und die Einlagerung von Reifen im sogenannten Reifenhotel angeboten. So entstand inzwischen mehr Arbeitsvolumen.

Von einem Minijob allein kann niemand leben, daher erhält die Familie Kotov vom Jobcenter Dortmund ergänzende Leistungen zum Lebensunterhalt. Im Jobcenter gibt es ein beratendes Expertenteam, das Arbeitgebern die Vorteile einer Umwandlung von Minijobs in Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse vorrechnet und empfiehlt. Zahlen Arbeitgeber den gleichen Stundenlohn, so sparen sie dennoch bei den Abgaben und Rentenversicherungsbeiträgen etwa einen Euro pro Arbeitsstunde. „Auch wenn sich der Irrglaube hartnäckig hält, die Rechte und Pflichten sind bei beiden Beschäftigungsarten gleich“, erklärt der Leiter des Teams Minijob, Daniel Biermann.

„Die Argumente haben uns überzeugt. Wir haben ja auch eine soziale Verantwortung als Arbeitgeber, kannten Herrn Kotov ja bereits, haben seine Stunden erhöht und der Steuerberater ist auch zufrieden“, begründen die Eheleute Kocak ihre Entscheidung.

Seit dem 01.12.2017 arbeitet Herr Kotov in Teilzeit. Eine Perspektive für eine weitere Stundenaufstockung besteht auch bereits. Was mit einem Minijob angefangen hat, kann also bald schon zur finanziellen Unabhängigkeit führen. Seit 2011 wurden über das Minijob-Team des Jobcenters bereits über 2400 Stellen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt.

Mehrwert schaffen – Minijob umwandeln! Lassen Sie sich von den Vorteilen überzeugen! Das Jobcenter Dortmund berät Sie gern unter der Rufnummer 0231 / 842 – 1670 oder nutzen Sie unseren Modellrechner auf www.jobcenterdortmund.de .

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Was bringt ein Minijob?
08.03.2018 Schicksal bricht Antrieb nicht
(Presseinformation Nr. 3)

Schicksal bricht Antrieb nicht

Mehr Geflüchtete bereits in Arbeit als erwartet

 

Dortmund – Es werden nicht nur Ärzte zu uns kommen. Das war ein Satz, der seit dem Anstieg der Flüchtlingszahlen im Jahr 2015 oft zu hören war. In der Tat kamen damals über 80 Prozent der Menschen ohne eine nachgewiesene oder verwertbare Qualifikation zu uns, über 90 Prozent sprachen kein Deutsch.

„Unser Ziel war es, die Menschen möglichst schnell mit Sprach- und Qualifizierungsangeboten zu versorgen. In ihnen steckt ein großes Potential. Die Meisten sind jung und hochmotiviert“, erklärt Frank Neukirchen-Füsers, der Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund.

Ein Paradebeispiel ist die Familie Suprun, die aus der Nähe von Damskus stammt und seit 2015 in Deutschland wohnt. 2012 sind Vater Maher und Sohn Amir Opfer eines terroristischen Brandanschlags geworden. Amirs Haut ist zu 33 Prozent verbrannt. Das war der Moment in dem Maher Kakour und seine aus Weißrussland stammende Frau Alena Suprun mit Amir die Flucht über Lybien nach Deutschland antraten.

Zunächst wurden sie in einer ehemaligen Schule in Eving untergebracht, später bekamen sie eine Sozialwohnung. Ein erster ruhiger Moment. Gelegenheit um die tragischen Erlebnisse zu verarbeiten. Sie hätten allen Grund, das Leben negativ zu betrachten. Aber genau das Gegenteil zeichnet sie aus. Sie und viele ihrer Landsleute blicken optimistisch nach vorn und wollen sich in Deutschland ein neues Zuhause aufbauen.

„Wir leben hier in Freiheit. Es fühlt sich an wie das Paradies. Wir sind dankbar für die Unterstützung in diesem Land. Es gibt viele berufliche Möglichkeiten und die wollen wir nutzen“, erklärt Herr Kakour.

Alena Suprun hat in Weißrussland Betriebswirtschaft studiert und sieben Jahre in Minsk als Steuerberaterin gearbeitet. Das Jobcenter und die Agentur für Arbeit halfen ihr bei der Anerkennung ihrer Zeugnisse, vermittelten sie in eine Maßnahme für Perspektiventwicklungen bei der Caritas, wodurch sie in das Programm „Frauen und Wirtschaft für ausländische Frauen mit Qualifikation“ gelangte. Dort entstand ein erster Kontakt zur Continentale-Versicherung, es folgten ein Praktikumsplatz und ein Minijob. Mit Unterstützung und einer Förderung des Jobcenters konnte Frau Suprun seit dem 01.01.2018 in Teilzeit in der Lohnbuchhaltung eingestellt werden.

Herr Kakour ist gelernter Schwimmtrainer und Bademeister. Er ist getrieben von dem Wunsch zu arbeiten. Beide haben die deutsche Sprache in kürzester Zeit sicher erlernt. Er engagiert sich im Schwimmverein und hat bereits an vielen Wettkämpfen erfolgreich teilgenommen. Bereits 2016 konnte er als Bademeister in einem Essener Freibad beruflich Fuß fassen. Er hat kein Auto, so beginnt die Frühschicht für ihn mit der Anreise um 3.30 Uhr. In den Wintermonaten sucht er sich etwas anderes, zuletzt hat er in der Poststelle einer großen Versicherung gearbeitet. Gern würde er in einem Schwimmbad in Dortmund arbeiten, um mehr Zeit für seinen Sohn zu haben. Amir besucht die dritte Klasse und ist bestens integriert. Familie Suprun ist nun völlig selbstständig und benötigt keine Unterstützung mehr vom Jobcenter. „Ich bin heute sehr froh und stolz, wir können alles alleine bezahlen, danke Deutschland, danke Mama-Merkel“, betont Herr Kakour sichtlich gerührt.

Diese hohe Motivation ist bei vielen Menschen aus den acht stärksten nicht-europäischen Asylherkunftsländern, wie etwa Syrien und Irak, ebenfalls deutlich erkennbar. Zudem sind Maßnahmen zur beruflichen und sprachlichen Qualifizierung weit vorangeschritten. So lassen sich die guten Integrationszahlen des Jobcenters Dortmund erklären. Im Jahr 2017 haben mit 1.260 Flüchtlingen mehr als doppelt so viele eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen können, als im Jahr zuvor. Der Anteil der Hochqualifizierten beträgt etwa ein Fünftel. „Wir stellen fest, dass viele geflüchtete Menschen nicht lange im Leistungsbezug bleiben, sondern schneller eine Arbeit finden als prognostiziert. Für nachhaltige Erfolge ist es wichtig, diese Menschen fundiert zu qualifizieren. Erfreulich ist in diesem Zusammenhang die steigende Zahl der Menschen, die eine Ausbildung, beispielsweise im Handwerk, aufnehmen. Sie können die Fachkräfte von morgen werden“, führt Neukirchen-Füsers dazu aus.

Wer als Arbeitgeber einem Flüchtling eine berufliche Chance oder einen Praktikumsplatz im Rahmen der beruflichen Orientierung geben möchte, kann den Arbeitgeberservice des Jobcenters unter der Rufnummer 0231/ 842 – 2888 gerne ansprechen. Das Jobcenter hilft bei der Suche geeigneter Bewerberinnen und Bewerber und berät über aktuelle Fördermöglichkeiten.

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Schicksal bricht Antrieb nicht
28.02.2018 Sie haben ihr Handwerk gelernt
(Presseinformation Nr. 4)

Sie haben ihr Handwerk gelernt

Jobcenter-Umschüler gehören zu den Jahrgangsbesten

 

Dortmund- Am vergangenen Sonntag erhielten 135 Auszubildende aus der Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, sowie der Innung für Elektrotechnik des Kammerbezirks Dortmund und Lünen ihre Ausbildungszeugnisse. Diese festliche, im Handwerk traditionell als Freisprechung bezeichnete Veranstaltung bildet den krönenden Abschluss der Ausbildungszeit. Fortan werden die Azubis zu Gesellinnen und Gesellen. Ein besonderer Grund zur Freude ist das überdurchschnittlich gute Abschneiden der Umschüler des Bildungskreises Handwerk e.V. „Drei der vier jahrgangsbesten Auszubildenden kommen aus unseren Umschulungen. Wir haben einen hohen qualitativen Anspruch an uns selbst, an unsere Ausbildung und an unsere Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, die jungen Menschen zu fördern, für das Handwerk zu begeistern und intensiv zu betreuen“, erklärt Volker Walters, der Geschäftsführer des Bildungskreises Handwerk e.V. zufrieden.

Unter allen 70 Auszubildenden Elektronikern gelang es Denis Reiband die besten Prüfungsergebnisse zu erzielen, gefolgt von Alihsan Ertem, der Rang Zwei erreichen konnte. Bei den 65 Anlagenmechanikern konnte Marcel Klabs als zweitbester Prüfungsteilnehmer abschließen.

Die Umschulungen enden mit einem vollwertigen handwerklichen Berufsabschluss. Sie sind zur Qualifizierung der Kundinnen und Kunden der Agentur für Arbeit und des Jobcenters konzipiert und eröffnen nachhaltige Beschäftigungsperspektiven. „Es freut mich, dass die jungen Leute ihre Chancen über unsere Qualifizierungsangebote so gut für sich nutzen. Die herausragenden Prüfungsergebnisse verdeutlichen neben der guten Arbeit des Bildungskreises, welches Potential in unseren Kundinnen und Kunden steckt“, hebt der Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund, Frank Neukirchen-Füsers, hervor.

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Sie haben ihr Handwerk gelernt
13.02.2018 Berater informieren über SGB II - Leistungen
(Presseinformation Nr. 1)

Berater informieren über SGB II - Leistungen

Änderung bei Beratungsterminen und Angebote für Träger

Dortmund- Im Jobcenter Dortmund gibt es ein Team von Leistungsberatern, das neuen Kundinnen und Kunden alles rund um den Bezug von Arbeitslosengeld II erklärt. Welche Leistungen das Zweite Sozialgesetzbuch ermöglicht, wie man sie beantragt und wie beispielsweise Erwerbseinkommen auf den Leistungsanspruch angerechnet wird. Auch bei Fragen zu den Leistungsbescheiden und den Antragsformularen helfen die Berater gern weiter.

Immer dienstags um 12.00 Uhr im Jobcenter am Königshof 1 und neuerdings freitags um 09.00 Uhr im Jobcenter am Kaiserhain 1, statt am Südwall 5-9, stehen die Leistungsberater für alle leistungsrechtlichen Fragen zum Arbeitslosengeld II zur Verfügung. Interessenten sind herzlich willkommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Gern stehen die Leistungsberater auch ehrenamtlichen Unterstützern von Vereinen oder Trägern zur Verfügung. So werden aktuell beispielsweise die Lotsen der Auslandsgesellschaft für ihr Engagement in der Flüchtlingshilfe leistungsrechtlich fit gemacht.

Aktuelle Beratungstermine können Sie auf der Homepage des Jobcenters unter www.Jobcenterdortmund.de einsehen.

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Berater informieren über SGB II - Leistungen
21.12.2017 Öffnungszeiten nach Weihnachten
(Presseinformation Nr. 34)

Öffnungszeiten nach Weihnachten

 

Dortmund- Aufgrund der beiden Weihnachtsfeiertage am 25. und 26. Dezember 2017 öffnet das Jobcenter Dortmund am Mittwoch, den 27. Dezember 2017. Kundinnen und Kunden können Ihre Anliegen in der Zeit von 07.30 bis 12.30 Uhr persönlich klären. Dies gilt für alle Liegenschaften des Jobcenters im Dortmunder Stadtgebiet.

Zudem ist das Service-Center von Montag bis Freitag in der Zeit von 08.00 bis 18.00 Uhr für telefonische Anfragen erreichbar. Feiertage ausgenommen.

Das Jobcenter Dortmund wünscht allen ein schönes und ruhiges Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr 2018.

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PI34_Öffnungszeiten_Weihnachten.pdf

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