Presseinformationen



27.06.2018 Umwandlung von Minijobs in Gesundheitsberufen
(Presseinformation Nr. 12)

Umwandlung von Minijobs in Gesundheitsberufen

Gute Resonanz bei den Unternehmenstagen 2018

 

Dortmund-Halbzeit bei den Unternehmenstagen 2018. Bei der fünften Veranstaltung ging es um die Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Rund 30 Gäste informierten sich über das Thema in den Räumen des Dortmunder Jobcenters.

Raus aus der Minijobfalle

Die Umwandlung von Minijobs ist beim Jobcenter schon seit 2011 ein wichtiges Thema. Damals hatte sich deren Zahl in der Region innerhalb von zehn Jahren verdoppelt. Eine Zunahme, die weit über dem Bundes- und Landesdurchschnitt lag. Heike Bettermann, Geschäftsführerin Markt und Integration ist froh, dass ihre Arbeit Früchte getragen hat und seitdem rund 2.500 Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen umgewandelt werden konnten.

Heute werden immer noch 54.000 Minijobs in der Region gezählt. Eine unbefriedigende Situation für das Jobcenter. Nicht nur weil viele Beschäftigte regelrecht in der Minijobfalle feststecken, auch weil an anderen Stellen händeringend Fachkräfte gesucht werden.

Eine andere Nummer: Fachkräfte im Minijob

Eine Branche, in der das schon heute der Fall ist, ist die Gesundheitsbranche. Daher hat das Team des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Westfälisches Ruhrgebiet, die regionale Anlaufstelle des Landesprojektes Competentia, die Umwandlung von Minijobs in der Gesundheitsbranche ins Auge gefasst.

Dr. Cordula Sczesny von der Sozialen Innovation GmbH stellte die Ergebnisse einer Befragung von mehr als 100 Betrieben aus dem Gesundheitsbereich in der Region vor, die sie im Rahmen des Projektes durchgeführt hat. Mehr als 60 % aller Betriebe würden Minijobs gerne ausweiten und in Teilzeit- oder Vollzeitarbeit umwandeln. Allerdings benötigt ein Drittel aller Befragten Unterstützung dabei, die Minijobber oder Minijobberinnen von einer Umwandlung zu überzeugen. „Die Unternehmen wissen nicht, was sie tun können, wenn die Kollegin sagt: „Ich muss und ich will nicht mehr arbeiten.“ Wir müssen Frauen Lust auf mehr Arbeit machen.“, fasst Dr. Cordula Sczensy das Kernproblem zusammen.

 

Beispiele aus der Praxis: Lust auf mehr Arbeit

Annette Pelzer, Inhaberin eines ambulanten Pflegedienstes, hat diese Erfahrung bisher noch nicht gemacht. Sie macht die Mehrbeschäftigung unter anderem über Zusatzqualifikationen schmackhaft, die dann auch besser bezahlt werden: „Die ehemaligen Minijobber wachsen, bekommen mehr Selbstvertrauen und haben Spaß. Dadurch machen sie auch automatisch bessere Arbeit.“

Auch Ligia Viegas von My Health Club hat schon mehrere Minijobs zu Teil- und Vollzeitjobs ausgeweitet. Stimmt die Chemie, weitet sie Beschäftigungsverhältnisse gerne aus. Mit Unterstützung des Jobcenters konnte eine Fachkraft den Führerschein machen, den sie für den externen Einsatz in Unternehmen zwingend brauchte.

„Etwas Besseres kann mir gar nicht passieren, als unseren Minijobber*innen eine Festanstellung anzubieten, wenn es passt“, ist Ligia Viegas froh über die Möglichkeit neue Kräfte im Minijob zu testen.

 

Motto des Jobcenters: „Mehrwert schaffen – Minijobs umwandeln“

Doch nicht immer sind Betriebe bereit, Minijobs umzuwandeln. „Viele Arbeitgeber und Minijobber*innen wissen nicht um die Gleichbehandlung im Arbeitsrecht“, stellt Daniel Biermann, zuständiger Teamleiter für Minijobs beim Jobcenter Dortmund, fest. „Regelungen für Urlaub, Krankheit, Weihnachtsgeld und Kündigungsfristen sowie Tarifentgelte gelten auch für Minijobber.“ Für Arbeitgebende verringern sich die Abgaben bei einer Umwandlung sogar von 30 auf 20 Prozent. „Doch die Ersparnisse spielen gar nicht so eine große Rolle bei Unternehmen. Die Erfahrung, die wir machen ist, dass Bindung und Zuverlässigkeit der Minijobber geringer ist.“

Um Umwandlungen für Unternehmen zu erleichtern, bietet das Jobcenter Lohnzuschüsse für Unternehmen und Einstiegsgeld für Beschäftigte. Seit März diesen Jahres kümmert sich ein Projekt beim Jobcenter auch um sogenannte Midijobs bis 850 €. „Wir haben ein Interesse, dass sich Teilzeit nicht verfestigt“, betont Biermann. Denn sonst sei es am Ende zu wenig zum Leben und im Alter reiche die Rente sicherlich auch nicht aus.

 

Unternehmenstage 2018: Frauen im Fokus

Ursula Bobitka vom Kompetenzzentrum Frau & Beruf war sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Viele der Gäste kamen aus Unternehmen und nutzten die Gelegenheit, um individuelle Fragen zu stellen, so dass am Ende alle vom Praxisaustausch profitierten.

Im Rahmen der „Unternehmenstage 2018“ zeigt das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Westfälisches Ruhrgebiet (Competentia) bei insgesamt neun Veranstaltungen innovative Wege zur Rekrutierung und Bindung weiblicher Fachkräfte für kleine und mittlere Unternehmen. Dazu stellen Unternehmen und Institutionen aus der Region ihre Räume zur Verfügung.

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Umwandlung von Minijobs in Gesundheitsberufen
16.05.2018 Wer nicht startet, kommt nicht ans Ziel!
(Presseinformation Nr. 9)

Wer nicht startet, kommt nicht ans Ziel!

Jobcenter tauscht zum 7. Mal Bürostuhl gegen Laufschuhe

 

Dortmund- Bereits zum siebten Mal liefen die Mitarbeitenden des Jobcenters Dortmund beim Firmenlauf B2RUN mit. Unter dem Motto „Wer nicht startet, kommt nicht ans Ziel“ traten in diesem Jahr 70 lauffreudige Kolleginnen und Kollegen den Wettlauf gegen die Zeit an. Schnellster Kollege und 14. in der Gesamtwertung der Männer wurde Pascal Meisterjahn, der die Distanz von 6 Kilometern in 22 Minuten und sechs Sekunden absolvierte.

 

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Wer nicht startet, kommt nicht ans Ziel!
16.05.2018 Behörde wird digitaler
(Presseinformation Nr. 8)

Behörde wird digitaler
Jobcenter bietet mehr Online-Service

Dortmund- E-Government ist nicht mehr nur Vision, der digitale Fortschritt in der Kommunikation und im Service zwischen Behörden und Bürgern schreitet in großen Schritten voran.

Das Jobcenter Dortmund hat sich in Sachen Digitalisierung für dieses Jahr viel vorgenommen: „Wir arbeiten ganz entschieden daran, unseren Kundinnen und Kunden durch neue technische Möglichkeiten ein Plus an Service und Leistungen bieten zu können“, beton der Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund, Frank Neukirchen-Füsers, zukunftsorientiert.

Am Jobcenter-Standort Kampstraße wurde nun die Möglichkeit eingerichtet, Termine für Vorsprachen online zu buchen. Kundinnen und Kunden nehmen diese Option über die Jobcenter-Homepage gut und gerne an. „Ich finde das neue System klasse. Die Termine werden zuverlässig eingehalten und ich spare viel Wartezeit“, erklärt die Jobcenter-Kundin Ramona Michel. Bei einem Volumen von rund 1.000 Kundenvorsprachen in der Woche am Standort Kampstraße verteilen sich die Besucher nun deutlich besser über die Öffnungszeiten.

Zudem wird im Wartebereich des Jobcenters an der Kampstraße kostenlos WLAN zur Verfügung gestellt. Kundinnen und Kunden können auf diese Weise die informativen Angebote auf der Homepage des Jobcenters wahrnehmen oder  ihre Wartezeit angenehm gestalten.

Im Weiteren werden die Online-Terminierung und das kostenfreie WLAN auch für Kundinnen und Kunden an den Standorten Steinstraße, Königshof, Südwall und Kaiserhain zur Verfügung stehen.

Im November vergangenen Jahres wurde bereits die digitale Kundenakte eingeführt. „Das digitale Verarbeiten von Dokumenten eröffnet uns und unseren Kundinnen und Kunden neue Möglichkeiten, nicht nur den digitalen Versand, sondern auch die Option online Anträge einzureichen, eigene Dokumente zu verwalten oder Terminerinnerungen zu erhalten. Wir loten gerade die technische Realisierbarkeit verschiedener EDV-Schnittstellen aus. Wir wollen den technischen Fortschritt bestmöglich für den Ausbau und die Intensivierung von Beratungs- und Servicemöglichkeiten für unsere Kunden nutzen“, erklärt Neukirchen-Füsers den Hintergrund der Digitalisierungsoffensive.

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Behörde wird digitaler
28.03.2018 Jobcenter und Agentur für Arbeit testen neues Auszahlungsverfahren
(Presseinformation Nr. 6)

Auszahlung im Ausnahmefall

Jobcenter und Agentur für Arbeit testen neues Auszahlungsverfahren

 

Um Kundinnen und Kunden in besonderen Notsituationen schnell zu helfen, testen das Jobcenter sowie die Agentur für Arbeit Dortmund ein neues Auszahlungsverfahren. Wer in Notsituationen schnell Bargeld braucht, kann dieses ab Juni mit einem ausgestellten Zahlschein des Jobcenters oder der Agentur für Arbeit im Einzelhandel bekommen.

 

War bisher die „Auszahlung im Ausnahmefall“ in Dortmund nur an speziell errichteten Kassenautomaten möglich, wird dieses Verfahren nun testweise ab Juni durch das neue Auszahlungsverfahren im Einzelhandel ersetzt. Kundinnen und Kunden, die in einer Notsituation dringend Bargeld benötigen, können vom Jobcenter sowie der Agentur für Arbeit Dortmund einen Zahlschein erhalten. Mit diesem Beleg bekommen sie an den Kassen der beteiligten Einzelhändler die festgelegte Summe ausbezahlt.

 

Generell gilt: Arbeitslosengeld wird auch weiterhin auf das Konto überwiesen. „Barauszahlungen im Ausnahmefall“ betreffen nur wenige Kundinnen und Kunden und machen weniger als ein Prozent der Gesamtauszahlungen aus. „Doch gerade in Notsituationen ist es wichtig, schnell an finanzielle Hilfen zu gelangen“, sagt Martina Würker,  Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Dortmund. „Durch die Auszahlung im Einzelhandel erhöht sich die Zahl der Auszahlstellen deutlich, dadurch werden weite Fahrwege an bisherige Kassenautomaten erspart“, so Würker. Auch der Geschäftsführer des Jobcenters, Frank Neukirchen-Füsers, begrüßt das neue Verfahren: „Mit dem Verfahren gehen wir mit der Zeit. Auszahlungen in Notsituationen werden dadurch unkomplizierter. Davon werden unsere Kundinnen und Kunden profitieren. Die Auszahlung erfolgt völlig anonym.“ 

 

Der Zahlschein kann bei den Einzelhändlern Rewe, real, Rossmann, Penny, dm und Dr. Eckert eingelöst werden. Der ausgehändigte Zahlschein ist anonym, enthält keine Personendaten und lässt keinen Rückschluss auf das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit zu. Die Barzahlung kann dann als  Vorschuss etwa für die Ersatzbeschaffung einer defekten Waschmaschine oder als Erstattung für Reisekosten zum Bewerbungsgespräch eine schnelle Hilfe garantieren.

 

Dortmund ist einer von bundesweit neun Pilot-Standorten, an dem das neue Verfahren getestet wird. Das neue Verfahren soll 2018 bundesweit eingeführt werden.

 

FAKTENCHECK

 

Zukünftig werden alle Leistungen nur noch über das Zahlscheinverfahren ausgezahlt. Stimmt das?

Nein. Für die meisten Kunden ändert sich nichts, weil Überweisungen unberührt bleiben. Die Änderung betrifft nur Kundinnen und Kunden, denen wir zur Vermeidung einer Notsituation mit einer sofortigen Barauszahlung helfen wollen. Das ist zum Beispiel bei begrenzten Vorschüssen der Fall oder bei außergewöhnlichen Aufwendungen etwa für die Neuanschaffung einer Waschmaschine.

 

Bleiben Leistungsempfänger im Supermarkt anonym?

Ja. Der Zahlschein wird auf einen A4 Bogen gedruckt, enthält einen Barcode und eine Auflistung von teilnehmenden Märkten in der Nähe. Die ausgebende Stelle wird verborgen. Auch der auszahlende Markt und der Anbieter erhalten keine Klardaten von Kundinnen und Kunden der BA. Der Supermarktmitarbeiter an der Kasse kann anhand des Zahlscheins nicht erkennen, ob etwa die Auszahlung einer Online-Retoure des Versandhandels abgewickelt wird oder ein Vorschuss auf das Arbeitslosengeld Grund der Barzahlung ist.

 

Ist die BA zu Barauszahlungen verpflichtet?

Die BA und die Jobcenter zahlen im gesetzlichen Auftrag Geldleistungen an Kundinnen und Kunden aus. Dies erfolgt im Regelfall per Überweisung auf das Konto des Zahlungsempfängers. Unter bestimmten Voraussetzungen können Vorschuss- bzw. Abschlagszahlungen geleistet werden. Eine gesetzliche Verpflichtung, Abschläge oder Vorschüsse als Barzahlung auszuführen, gibt es nicht. Arbeitsagentur und Jobcenter bieten diesen Service aber im Ausnahmefall und zur Vermeidung einer Notsituation an.

 

Wie viele Barauszahlungen gibt es? Welche Summe wurde dafür aufgewendet?

Barauszahlungen sind nur zur Vermeidung einer Notsituation im Ausnahmefall notwendig. Im Jahr 2017 wurden an den Kassenautomaten rund 310.000 Transaktionen verbucht, die ein Gesamtvolumen von 78 Millionen Euro umfassten. Zum Vergleich: Die Arbeitsagenturen haben im letzten Jahr 14 Milliarden Euro Arbeitslosengeld I bewilligt, die Jobcenter 16,2 Milliarden Euro Arbeitslosengeld II (ohne Kosten der Unterkunft). Barauszahlungen sind also eher die Ausnahme.

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Neues Auszahlungsverfahren
08.03.2018 Was bringt ein Minijob?
(Presseinformation Nr. 5)

Was bringt ein Minijob?

Jobcenter seit 2011 mit Umwandlungen erfolgreich

 

Dortmund- Wie kann aus einem Minjob eine vollwertige Beschäftigung entstehen? Wir besuchen ein Reifenhotel in der Nordstadt. An der Münsterstraße führen Hüseyin Kocak und seine Frau Gülcan den Meisterbetrieb Reifendienst Esko für Reifenhandel und Kfz-Reparaturen. 2014 kam Yuliyan Kotov mit seiner Frau und zwei Kindern aus Bulgarien nach Dortmund. Bei Esko bekam er einen Minijob, weil er in seiner Heimat bereits zwei Jahre bei einem Reifenhändler Erfahrungen gesammelt hatte. Die Firma in Bulgarien machte Pleite, er suchte eine neue berufliche Perspektive. Wegen der Kinder machte sich seine Familie auf den Weg nach Deutschland.

„Wir sind sehr zufrieden mit ihm. Er leistet gute Arbeit und ist sehr fleißig. Mehr als ein Minijob war aber zunächst nicht drin. Reifenhandel ist ein Saisongeschäft“, erklärt Gülcan Kocak.

Die Firma Esko ist seit 2010 in Dortmund ansässig und beschäftigt sieben Mitarbeiter. Neben dem klassischen Reifenwechsel werden auch TÜV-Abnahmen, Kfz-Reparaturen und die Einlagerung von Reifen im sogenannten Reifenhotel angeboten. So entstand inzwischen mehr Arbeitsvolumen.

Von einem Minijob allein kann niemand leben, daher erhält die Familie Kotov vom Jobcenter Dortmund ergänzende Leistungen zum Lebensunterhalt. Im Jobcenter gibt es ein beratendes Expertenteam, das Arbeitgebern die Vorteile einer Umwandlung von Minijobs in Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse vorrechnet und empfiehlt. Zahlen Arbeitgeber den gleichen Stundenlohn, so sparen sie dennoch bei den Abgaben und Rentenversicherungsbeiträgen etwa einen Euro pro Arbeitsstunde. „Auch wenn sich der Irrglaube hartnäckig hält, die Rechte und Pflichten sind bei beiden Beschäftigungsarten gleich“, erklärt der Leiter des Teams Minijob, Daniel Biermann.

„Die Argumente haben uns überzeugt. Wir haben ja auch eine soziale Verantwortung als Arbeitgeber, kannten Herrn Kotov ja bereits, haben seine Stunden erhöht und der Steuerberater ist auch zufrieden“, begründen die Eheleute Kocak ihre Entscheidung.

Seit dem 01.12.2017 arbeitet Herr Kotov in Teilzeit. Eine Perspektive für eine weitere Stundenaufstockung besteht auch bereits. Was mit einem Minijob angefangen hat, kann also bald schon zur finanziellen Unabhängigkeit führen. Seit 2011 wurden über das Minijob-Team des Jobcenters bereits über 2400 Stellen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt.

Mehrwert schaffen – Minijob umwandeln! Lassen Sie sich von den Vorteilen überzeugen! Das Jobcenter Dortmund berät Sie gern unter der Rufnummer 0231 / 842 – 1670 oder nutzen Sie unseren Modellrechner auf www.jobcenterdortmund.de .

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Was bringt ein Minijob?
08.03.2018 Schicksal bricht Antrieb nicht
(Presseinformation Nr. 3)

Schicksal bricht Antrieb nicht

Mehr Geflüchtete bereits in Arbeit als erwartet

 

Dortmund – Es werden nicht nur Ärzte zu uns kommen. Das war ein Satz, der seit dem Anstieg der Flüchtlingszahlen im Jahr 2015 oft zu hören war. In der Tat kamen damals über 80 Prozent der Menschen ohne eine nachgewiesene oder verwertbare Qualifikation zu uns, über 90 Prozent sprachen kein Deutsch.

„Unser Ziel war es, die Menschen möglichst schnell mit Sprach- und Qualifizierungsangeboten zu versorgen. In ihnen steckt ein großes Potential. Die Meisten sind jung und hochmotiviert“, erklärt Frank Neukirchen-Füsers, der Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund.

Ein Paradebeispiel ist die Familie Suprun, die aus der Nähe von Damskus stammt und seit 2015 in Deutschland wohnt. 2012 sind Vater Maher und Sohn Amir Opfer eines terroristischen Brandanschlags geworden. Amirs Haut ist zu 33 Prozent verbrannt. Das war der Moment in dem Maher Kakour und seine aus Weißrussland stammende Frau Alena Suprun mit Amir die Flucht über Lybien nach Deutschland antraten.

Zunächst wurden sie in einer ehemaligen Schule in Eving untergebracht, später bekamen sie eine Sozialwohnung. Ein erster ruhiger Moment. Gelegenheit um die tragischen Erlebnisse zu verarbeiten. Sie hätten allen Grund, das Leben negativ zu betrachten. Aber genau das Gegenteil zeichnet sie aus. Sie und viele ihrer Landsleute blicken optimistisch nach vorn und wollen sich in Deutschland ein neues Zuhause aufbauen.

„Wir leben hier in Freiheit. Es fühlt sich an wie das Paradies. Wir sind dankbar für die Unterstützung in diesem Land. Es gibt viele berufliche Möglichkeiten und die wollen wir nutzen“, erklärt Herr Kakour.

Alena Suprun hat in Weißrussland Betriebswirtschaft studiert und sieben Jahre in Minsk als Steuerberaterin gearbeitet. Das Jobcenter und die Agentur für Arbeit halfen ihr bei der Anerkennung ihrer Zeugnisse, vermittelten sie in eine Maßnahme für Perspektiventwicklungen bei der Caritas, wodurch sie in das Programm „Frauen und Wirtschaft für ausländische Frauen mit Qualifikation“ gelangte. Dort entstand ein erster Kontakt zur Continentale-Versicherung, es folgten ein Praktikumsplatz und ein Minijob. Mit Unterstützung und einer Förderung des Jobcenters konnte Frau Suprun seit dem 01.01.2018 in Teilzeit in der Lohnbuchhaltung eingestellt werden.

Herr Kakour ist gelernter Schwimmtrainer und Bademeister. Er ist getrieben von dem Wunsch zu arbeiten. Beide haben die deutsche Sprache in kürzester Zeit sicher erlernt. Er engagiert sich im Schwimmverein und hat bereits an vielen Wettkämpfen erfolgreich teilgenommen. Bereits 2016 konnte er als Bademeister in einem Essener Freibad beruflich Fuß fassen. Er hat kein Auto, so beginnt die Frühschicht für ihn mit der Anreise um 3.30 Uhr. In den Wintermonaten sucht er sich etwas anderes, zuletzt hat er in der Poststelle einer großen Versicherung gearbeitet. Gern würde er in einem Schwimmbad in Dortmund arbeiten, um mehr Zeit für seinen Sohn zu haben. Amir besucht die dritte Klasse und ist bestens integriert. Familie Suprun ist nun völlig selbstständig und benötigt keine Unterstützung mehr vom Jobcenter. „Ich bin heute sehr froh und stolz, wir können alles alleine bezahlen, danke Deutschland, danke Mama-Merkel“, betont Herr Kakour sichtlich gerührt.

Diese hohe Motivation ist bei vielen Menschen aus den acht stärksten nicht-europäischen Asylherkunftsländern, wie etwa Syrien und Irak, ebenfalls deutlich erkennbar. Zudem sind Maßnahmen zur beruflichen und sprachlichen Qualifizierung weit vorangeschritten. So lassen sich die guten Integrationszahlen des Jobcenters Dortmund erklären. Im Jahr 2017 haben mit 1.260 Flüchtlingen mehr als doppelt so viele eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen können, als im Jahr zuvor. Der Anteil der Hochqualifizierten beträgt etwa ein Fünftel. „Wir stellen fest, dass viele geflüchtete Menschen nicht lange im Leistungsbezug bleiben, sondern schneller eine Arbeit finden als prognostiziert. Für nachhaltige Erfolge ist es wichtig, diese Menschen fundiert zu qualifizieren. Erfreulich ist in diesem Zusammenhang die steigende Zahl der Menschen, die eine Ausbildung, beispielsweise im Handwerk, aufnehmen. Sie können die Fachkräfte von morgen werden“, führt Neukirchen-Füsers dazu aus.

Wer als Arbeitgeber einem Flüchtling eine berufliche Chance oder einen Praktikumsplatz im Rahmen der beruflichen Orientierung geben möchte, kann den Arbeitgeberservice des Jobcenters unter der Rufnummer 0231/ 842 – 2888 gerne ansprechen. Das Jobcenter hilft bei der Suche geeigneter Bewerberinnen und Bewerber und berät über aktuelle Fördermöglichkeiten.

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Schicksal bricht Antrieb nicht
28.02.2018 Sie haben ihr Handwerk gelernt
(Presseinformation Nr. 4)

Sie haben ihr Handwerk gelernt

Jobcenter-Umschüler gehören zu den Jahrgangsbesten

 

Dortmund- Am vergangenen Sonntag erhielten 135 Auszubildende aus der Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, sowie der Innung für Elektrotechnik des Kammerbezirks Dortmund und Lünen ihre Ausbildungszeugnisse. Diese festliche, im Handwerk traditionell als Freisprechung bezeichnete Veranstaltung bildet den krönenden Abschluss der Ausbildungszeit. Fortan werden die Azubis zu Gesellinnen und Gesellen. Ein besonderer Grund zur Freude ist das überdurchschnittlich gute Abschneiden der Umschüler des Bildungskreises Handwerk e.V. „Drei der vier jahrgangsbesten Auszubildenden kommen aus unseren Umschulungen. Wir haben einen hohen qualitativen Anspruch an uns selbst, an unsere Ausbildung und an unsere Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, die jungen Menschen zu fördern, für das Handwerk zu begeistern und intensiv zu betreuen“, erklärt Volker Walters, der Geschäftsführer des Bildungskreises Handwerk e.V. zufrieden.

Unter allen 70 Auszubildenden Elektronikern gelang es Denis Reiband die besten Prüfungsergebnisse zu erzielen, gefolgt von Alihsan Ertem, der Rang Zwei erreichen konnte. Bei den 65 Anlagenmechanikern konnte Marcel Klabs als zweitbester Prüfungsteilnehmer abschließen.

Die Umschulungen enden mit einem vollwertigen handwerklichen Berufsabschluss. Sie sind zur Qualifizierung der Kundinnen und Kunden der Agentur für Arbeit und des Jobcenters konzipiert und eröffnen nachhaltige Beschäftigungsperspektiven. „Es freut mich, dass die jungen Leute ihre Chancen über unsere Qualifizierungsangebote so gut für sich nutzen. Die herausragenden Prüfungsergebnisse verdeutlichen neben der guten Arbeit des Bildungskreises, welches Potential in unseren Kundinnen und Kunden steckt“, hebt der Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund, Frank Neukirchen-Füsers, hervor.

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Sie haben ihr Handwerk gelernt
13.02.2018 Berater informieren über SGB II - Leistungen
(Presseinformation Nr. 1)

Berater informieren über SGB II - Leistungen

Änderung bei Beratungsterminen und Angebote für Träger

Dortmund- Im Jobcenter Dortmund gibt es ein Team von Leistungsberatern, das neuen Kundinnen und Kunden alles rund um den Bezug von Arbeitslosengeld II erklärt. Welche Leistungen das Zweite Sozialgesetzbuch ermöglicht, wie man sie beantragt und wie beispielsweise Erwerbseinkommen auf den Leistungsanspruch angerechnet wird. Auch bei Fragen zu den Leistungsbescheiden und den Antragsformularen helfen die Berater gern weiter.

Immer dienstags um 12.00 Uhr im Jobcenter am Königshof 1 und neuerdings freitags um 09.00 Uhr im Jobcenter am Kaiserhain 1, statt am Südwall 5-9, stehen die Leistungsberater für alle leistungsrechtlichen Fragen zum Arbeitslosengeld II zur Verfügung. Interessenten sind herzlich willkommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Gern stehen die Leistungsberater auch ehrenamtlichen Unterstützern von Vereinen oder Trägern zur Verfügung. So werden aktuell beispielsweise die Lotsen der Auslandsgesellschaft für ihr Engagement in der Flüchtlingshilfe leistungsrechtlich fit gemacht.

Aktuelle Beratungstermine können Sie auf der Homepage des Jobcenters unter www.Jobcenterdortmund.de einsehen.

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Berater informieren über SGB II - Leistungen
21.12.2017 Öffnungszeiten nach Weihnachten
(Presseinformation Nr. 34)

Öffnungszeiten nach Weihnachten

 

Dortmund- Aufgrund der beiden Weihnachtsfeiertage am 25. und 26. Dezember 2017 öffnet das Jobcenter Dortmund am Mittwoch, den 27. Dezember 2017. Kundinnen und Kunden können Ihre Anliegen in der Zeit von 07.30 bis 12.30 Uhr persönlich klären. Dies gilt für alle Liegenschaften des Jobcenters im Dortmunder Stadtgebiet.

Zudem ist das Service-Center von Montag bis Freitag in der Zeit von 08.00 bis 18.00 Uhr für telefonische Anfragen erreichbar. Feiertage ausgenommen.

Das Jobcenter Dortmund wünscht allen ein schönes und ruhiges Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr 2018.

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PI34_Öffnungszeiten_Weihnachten.pdf
04.12.2017 Handicaps in Szene gesetzt
(Presseinformation Nr. 33)

Handicaps in Szene gesetzt

 

Jobcenter und Agentur zeigen Foto-Reihe zum Thema berufliche Inklusion   

 

Dortmund- Anlässlich der bundesweiten Woche der Menschen mit Behinderung, die am 27.11.2017 begonnen hat und mit dem internationalen Tages der Menschen mit Behinderung am Sonntag, dem 03.12.2017, endet, zeigen das Jobcenter Dortmund und die Agentur für Arbeit Dortmund eine Fotoreihe namens „Handicap in Szene setzen“. Die zwölf Darstellungen schildern in eindrucksvoller Weise den Wunsch nach der beruflichen und sozialen Teilhabe von Menschen, die von Behinderung und Arbeitslosigkeit betroffen sind. Die Ausstellung beginnt am Freitag, dem 01.12.2017 im Geschäftsbereich für Rehabilitanden und Schwerbehinderte des Jobcenters Dortmund, am Südwall 5-9. Sechs der zwölf Bilder werden später in der Agentur für Arbeit Dortmund an der Steinstraße 39 zu sehen sein.

 

Entstanden ist die Reihe im Modellprojekt „ISPA - Inklusion in Sport und Arbeit“, einer gemeinsamen Entwicklung des Jobcenters Dortmund, der Agentur für Arbeit Dortmund und den Grone Bildungszentren NRW gGmbH. Seit Februar 2016 trägt ISPA maßgeblich dazu bei, dass von Behinderung und Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen Menschen selbstbestimmte und gestaltende Möglichkeiten zur beruflichen Teilhabe erhalten. Das ISPA-Personal arbeitet mit einem personenzentrierten Ansatz, der zur Steigerung des sozialen und körperlichen Wohlbefindens der Teilnehmenden auch den Bereich Sport umfasst. Außerdem sensibilisiert das ISPA-Team Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber für das Thema der beruflichen Inklusion bei Behinderung. Fast die Hälfte der am Projekt Teilnehmenden findet eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Das zeigt, dass die Dortmunder Unternehmen zunehmend inklusiv denken und Menschen mit Behinderung berufliche Teilhabe ermöglichen.

 

Auch der Fotograf der Ausstellung, Frank Scherer, gehört zu den Teilnehmenden, die mit der Hilfe von ISPA den Sprung auf den Arbeitsmarkt geschafft haben. Der 40-Jährige ist hörbeeinträchtigt und hat sich nach seiner sechsmonatigen Teilnahme erfolgreich in den Patientenbegleitdienst des Klinikums Dortmund beworben. „Neben dem Finden eines passenden Jobs, habe ich mich durch das Fotoprojekt bei ISPA mit meiner eigenen Behinderung auseinandersetzen können. Früher habe ich mich für mein Handicap geschämt, heute trage ich sogar farbige Hörgeräte“, so der Dortmunder.                                                                                                                                                  

 

„Der Ansatz, die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung durch Sport zu stärken, ist innovativ und erfolgreich. Bisher haben bereits 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jobcenters Dortmund über das Modellprojekt ISPA den Weg zurück in den Arbeitsmarkt geschafft. Herr Scherer hat mit seiner Arbeit wirkungsvolle Bilder geschaffen, die für die Situation von behinderten Menschen sensibilisieren und anderen Betroffenen Mut machen. Wir sind stolz drauf, die Fotografien in unserem Geschäftsbereich für Rehabilitanden und Schwerbehinderte zeigen zu können. Durch die Bilder möchten wir das Selbstbewusstsein unserer Kundinnen und Kunden stärken“, sagt der Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund, Herr Neukirchen-Füsers.

 

„Das Besondere an diesem Projekt ist die Verbindung aus Qualifizierung, Sport und Arbeit. Die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit der Teilnehmenden über den Breitensport als Aktivierungsplattform soll die Motivation und das Selbstbewusstsein steigern. Die Teilnehmenden fassen wieder neuen Mut, sich den Anforderungen des Arbeitsmarktes zu stellen. Die erzielten Erfolge unterstreichen die Wirksamkeit dieses neuen Ansatzes“, erläutert Dirk Engelsking, Bereichsleiter bei der Agentur für Arbeit Dortmund.

 

„Handicap in Szene setzen“ ist als Wanderausstellung buchbar für Unternehmen oder Einrichtungen, die auf das Thema Inklusion aufmerksam machen möchten. Den Start macht das Klinikum Dortmund Standort Mitte, wo die Bilder bis zum 31.03.2018 in der Magistrale zu sehen sind. Weitere Informationen finden sich unter www.ispa-dortmund.de.

 

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PI_33_Ausstellung_ISPA.pdf
21.11.2017 Leselust statt Wartefrust
(Presseinformation Nr. 32)

Leselust statt Wartefrust

Die Glocke beschert Jobcenterkunden Blättervergnügen

 

Dortmund- Jeder kennt sie - ob beim Friseur oder im Wartezimmer beim Zahnarzt - ausliegende Zeitschriften von Lesezirkeln verkürzen die Wartezeit und sorgen für angenehme Unterhaltung. Gabriele Zagelski ist Teamleiterin der Eingangszone des Jobcenters am Standort Südwall. In den Eingangszonen der fünf Jobcenterstandorte in Dortmund sprechen die Kundinnen und Kunden des Jobcenters vor, wenn sie ihre Anliegen persönlich klären wollen. Je nach Andrang kann die Wartezeit schon mal etwas länger ausfallen. „Mit unserem Team haben wir kürzlich überlegt, wie wir unseren Wartebereich optimieren können.

Da kam mir die Idee, dass wir vielleicht Zeitschriften auslegen könnten, um das Warten für unsere Kundinnen und Kunden angenehmer zu gestalten“, erklärt Gabriele Zagelski. Ein Budget steht für diesen Service leider nicht zur Verfügung, daher musste man im Jobcenter einen alternativen Plan entwickeln. Man wandte sich an den Lesezirkel „Die Glocke“ und fragte, ob die Möglichkeit bestünde, dort ausgelesene Zeitschriften zu erhalten.

Der Geschäftsführer des Familienunternehmens, Hans-Joachim Dustmann, war sehr angetan von dieser Idee: „Viele unserer Zeitschriften behalten Ihre Aktualität lange. Wenn wir mit diesen Magazinen, Menschen etwas Gutes tun können, die sich sonst keine Illustrierten kaufen würden, dann freut mich das sehr.“

Jede Woche stellt der Lesezirkel rund 30 Zeitschriften zur Verfügung, die dann in den fünf Wartebereichen des Jobcenters Dortmund ausgelegt werden. „Wir sind Herrn Dustmann sehr dankbar für diese Spende. Unsere Kundinnen und Kunden nehmen dieses Angebot sehr gut an. Von der Autozeitschrift, über Revue- bis hin zu Nachrichtenmagazinen, für alle ist etwas dabei. So vergeht die Wartezeit deutlich schneller und angenehmer.“

Täglich nutzen mehrere hundert Kundinnen und Kunden die persönlichen Serviceangebote der Eingangszonen des Jobcenter am Königshof, am Südwall, der Steinstraße, der Kampstraße sowie Am Kaiserhain.

 

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Leselust statt Wartefrust
10.11.2017 Frauen starten durch
(Presseinformation Nr. 31)

Frauen starten durch

Netzwerk stärkt Alleinerziehende für Berufsrückkehr

 

Dortmund- Gestern fand der siebte Fraueninfotag des Netzwerkes „Beruflicher Wiedereinstieg für Alleinerziehende“ im Jobcenter an der Kampstraße statt. Wer allein für die Erziehung des Nachwuchses sorgen muss, hat es ohnehin nicht leicht. Wenn danach die Rückkehr in den Beruf erfolgreich gelingen soll, sind oft noch weitere Hürden zu nehmen. Wie kann ich meine Bewerbungsunterlagen für Arbeitgeber attraktiv gestalten? Wie präsentiere ich mich professionell im Bewerbungsgespräch? Ist meine berufliche Qualifikation am Arbeitsmarkt noch gefragt und hinreichend aktuell?

„Eigentlich bin ich gelernte Einzelhandelskauffrau, aber meine Kinder sind noch klein, daher kann ich leider keinen Schichtdienst mehr ausüben. Deshalb suche ich jetzt nach einer Bürotätigkeit“, erklärt Frau Fuchs. Sie ist erst vor vier Montane von Hasenwinkel nach Dortmund gezogen und hat bereits die Betreuung ihrer Kinder organisiert. Doch vielen gelingt es nicht so leicht.

Für das Netzwerk betonten, Coralie Siebert vom Mütterzentrum Dortmund e.V., und Carina Rittscher vom Jobcenter Dortmund: „Aus jahrelanger Erfahrung wissen wir, wo die meisten Schwierigkeiten bestehen. Daher haben wir ein breites Angebot für die Besucherinnen auf die Beine gestellt. Netzwerkpartner aus der Arbeits- und Stadtverwaltung, aus kirchlichen und freien Beratungsstellen, Bildungsträgern und familienunterstützenden Dienstleistern gaben heute fachliche Informationen und praktische Hinweise rund um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das Jobcenter und der Agentur für Arbeit Dortmund haben Stellenangebote für Alleinerziehende im Gepäck. Zudem bestehen die Möglichkeiten, Bewerbungsunterlagen checken und kostenlos ein hochwertiges Bewerbungsfoto erstellen zu lassen. Vor Ort haben wir eine Visagistin und zwei Fotografinnen. Weitere Experten geben wichtige Informationen zum Thema Aus- und Weiterbildung für Frauen mit Erziehungsverantwortung, insbesondere zu Chancen einer Teilzeitausbildung und Wegen dahin.“

Frau Fuchs ist nach diesem Tag zuversichtlich, bald einem neuen Job bekommen zu können. Sie fühle sich gut vorbereiten. Die dreifache Mutter Frau Esposito pflichtet ihr bei: „Die Veranstaltung ist super für Mütter, die sich erstmal neu organisieren müssen. Das ist eine große Hilfe. Wenn der organisatorische Rahmen stimmt, kann man sich viel besser auf die Jobsuche konzentrieren“. Gegenwärtig gibt es im Jobcenter Dortmund rund 7.300 alleinerziehende Kundinnen und Kunden.

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Frauen starten durch
02.11.2017 Hartz IV im Überblick
(Presseinformation Nr. 30)

Hartz IV im Überblick

Leistungsberater des Jobcenters informieren Flüchtlingshelfer und Neukunden

 

Dortmund- Im Jobcenter Dortmund gibt es ein Team von Leistungsberatern, das neuen Kundinnen und Kunden alles rund um den Bezug von Arbeitslosengeld II erklärt. Welche Leistungen das Zweite Sozialgesetzbuch ermöglicht, wie man sie beantragt und wie beispielsweise Erwerbseinkommen auf den Leistungsanspruch angerechnet wird. Auch bei Fragen zu den Leistungsbescheiden und den Antragsformularen helfen die Berater gern weiter.

Immer dienstags um 12.00 Uhr im Jobcenter am Königshof 1 und freitags um 08.00 Uhr im Jobcenter am Südwall 5-9, stehen die Leistungsberater für alle leistungsrechtlichen Fragen zum Arbeitslosengeld II zur Verfügung. Interessenten sind herzlich willkommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Im November schulen die Leistungsberater verschiedene Träger und Ehrenamtler in der Flüchtlingshilfe, um sie für die Antragshilfe und Behördenbegleitung fit zu machen.

Aktuelle Beratungstermine können Sie auf der Homepage des Jobcenters unter www.Jobcenterdortmund.de einsehen.

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Hartz IV im Überblick
30.10.2017 Jobcenter wird ab 06.11.2017 digital
(Presseinformation Nr. 29)

Jobcenter wird ab 06.11.2017 digital

Start der elektronischen Aktenführung steht kurz bevor

Dortmund- Die Zeiten zahlreicher Kopien und riesiger Aktenarchive sind im Jobcenter Dortmund gezählt. Die noch relativ junge Behörde wird digital. Eingehende Poststücke werden ab dem 02.11.2017 eingescannt und in eine elektronische Akte überführt. Die sogenannte „eAkte“ bringt viele Vorteile mit sich, wie die Einführungskoordinatoren des Jobcenters Bernd Lembeck und Gerhard Geise erklären: „Wir können unsere Kundinnen und Kunden in unseren Eingangszonen und telefonisch im Service-Center jetzt noch besser beraten, da unsere Servicekräfte standortübergreifend auf die Akten zugreifen können. Zudem verkürzen sich die internen Abläufe.“

Nicht nur die rund 60.500 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die durch das Jobcenter Dortmund betreut werden, profitieren von der neuen Technologie. Die sinkenden Kosten für die Lagerung der Altakten und der geringere Papieraufwand entlasten den öffentlichen Haushalt. Zudem ist das neue Verfahren auch umweltfreundlicher.

„Für unsere Kundinnen und Kunden ändert sich zunächst eigentlich nichts. Wir gehen davon aus, dass der Start am 06.11.2017 reibungslos funktionieren wird. Sollte es dennoch während der Startphase zu geringfügigen Verzögerungen in der Bearbeitung kommen, bitten wir um Verständnis. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass alle eingereichten Unterlagen acht Wochen nach dem Scanvorgang unwiederbringlich vernichtet werden. Daher haben wir unserer Kundinnen und Kunden in Beratungsgesprächen, durch Aushänge und durch Flyer explizit darauf hingewiesen, dass sie keine Originaldokumente mehr einreichen sollen“, erklären Lembeck und Geise.

Die sogenannte „eAkte“ wird nach und nach in allen Jobcentern in Deutschland eingeführt. Dortmund befindet sich mit den NRW-Kommunen Bochum, Gelsenkirchen und Düsseldorf in der vierten Einführungswelle. Die Nachbarstadt Herne gehörte bereits zu den bundesweit ersten Jobcentern mit der eAkte. Die dort gemachten Erfahrungen sind durchweg positiv. Mittelfristig wird es voraussichtlich auch die Möglichkeit geben, Unterlagen direkt per Mail einreichen zu können.

23.10.2017 Jobcenter sammelt für Obdachlosenstiftung
(Presseinformation Nr. 28)

Jobcenter sammelt für Obdachlosenstiftung

Mit leeren Flaschen nebenbei Gutes tun

 

Dortmund- Ein gutes Jahr haben die Jobcentermitarbeiterinnen und -mitarbeiter des Jugendberufshauses ihre Pfandflaschen auf der Arbeit gesammelt. Nun haben sie die Mehrwegflaschen zurückgegeben und einen Erlös in Höhe von 330,00 Euro erhalten. Diesen Betrag übergab die Leiterin des Jobcenters für den Bereich der unter 25-jährigen, Regine Kreickmann, am Montag an Jens Elberfeld, den Dortmunder Standortleiter der spendenfinanzierten Stiftung „Off Road Kids“.

Die Stiftung finanziert Streetworker, die sich um Straßenkinder und junge Obdachlose in Deutschland kümmern.

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Jobcenter sammelt Pfand für Obdachlosenstiftung
13.09.2017 JobAct®Family - Ein ungewöhnlicher Weg
(Presseinformation Nr. 22)

JobAct®Family - Ein ungewöhnlicher Weg

Auf der Suche nach beruflichen Perspektiven für Alleinerziehende aus Dortmund
 

Seit Mai 2017 erhalten 14 alleinerziehende Menschen aus Dortmund in dem Projekt JobAct® Family die Chance, sich mit einer Kombination aus Theaterarbeit und Bewerbungsmanagement für den Arbeitsmarkt stark zu machen. Das innovative Projekt der Projektfabrik gGmbH aus Witten wird in Dortmund in Kooperation mit der VHS Dortmund umgesetzt und finanziert durch das Jobcenter Dortmund.

Die ersten vier Monate liegen nun hinter den Teilnehmenden, in denen sie mutig und engagiert an ihrer Teamfähigkeit, ihren Stärken und ihrer Selbstpräsentation gearbeitet haben. „ Am Anfang fand ich viele der Aufgaben und Übungen seltsam und neu, denn mit Theaterarbeit oder Rollenspielen habe ich bisher keine Erfahrung gehabt. Aber es macht mir großen Spaß und ich habe neue Seiten an mir kennengelernt, die ich bei der Arbeitssuche gut einsetzen kann“, erklärt Ramona F., eine der Teilnehmerinnen. Die Projektteilnehmenden erarbeiten sich gegenwärtig ein Theaterstück selbst, das sie im Januar aufführen werden. Gleichzeitig steht die Weiterentwicklung der individueller Stärken und Fähigkeiten im Mittelpunkt. Im Rahmen der Inszenierungsarbeiten und unter der Anleitung der Theaterpädagogin Merima Horozovic entdecken die Teilnehmenden neue Seiten an sich: Teamwork, Disziplin, Geduld, Toleranz und Zuverlässigkeit sind nicht nur für die gemeinschaftliche Theaterarbeit im Projekt wichtig. Auch in der Arbeitswelt sind diese Eigenschaften von maßgeblicher Bedeutung. In den Werkstatteinheiten im Creativzentrum der VHS können diese Fähigkeiten in verschiedenen Gewerken erprobt und  fachliche Fertigkeiten erlernt werden. Im begleitenden Einzelcoaching verbessern die Teilnehmenden ihre Bewerbungsstrategien und suchen nach geeigneten Arbeitsplätzen, um so mit den neu entdeckten Stärken im weiteren Verlauf erfolgreich den Weg in Arbeit zu finden.

„Wir haben in Dortmund rund 7.000 Alleinerziehende Menschen, davon ist etwa ein Drittel auf der Suche nach einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine schwierige Herausforderung, die nicht jedem gleich gut gelingt. Über die Finanzierung dieses Projektes, wollen wir die sorgsam ausgesuchten Teilnehmenden persönlich, organisatorisch und fachlich stabilisieren und stärken, dass sie gute Perspektiven haben, um auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen“, erklärt die Geschäftsführerin des Jobcenters Dortmund für den Bereich Markt und Integration, Heike Bettermann.

Bereits zum dritten Mal wird aufgrund der guten Erfahrungen ein Theaterprojekt für Alleinerziehende Kundinnen und Kunden des Jobcenters durchgeführt. Die Schirmherrschaft hat Sozialdezernentin Birgit Zoerner übernommen. Alleinerziehende haben mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen. Ihre Ausbildung, ihre Qualifizierung und die Berufstätigkeit leiden häufig, weil die Betreuung der Kinder im Vordergrund steht. Wir sprechen hier von einer großen Gruppe in Dortmund, die wir besonders fördern und für sie als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werben wollen. Zudem finde ich es wichtig für diese Gruppe als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu werben. Denn gerade Alleinerziehende sind in der Arbeitswelt häufig hoch motiviert und besonders zuverlässig“, sagt Birgit Zoerner.

 

Zum Projekt:

  • 14 Teilnehmende haben seit dem Projektstart im Mai 2017 regelmäßig teilgenommen
  • Die Teilnehmenden sind zwischen 26 und 46 Jahre alt, alleinerziehend mit 1- 4 Kindern
  • zumeist ohne Berufsabschluss, zum Teil ohne Schulabschluss und mit verschiedensten Vermittlungshemmnissen
  • Die erste Projektphase endet mit einer Theaterpremiere im Januar
  • Die zweite Projektphase von Januar bis Mai 2018 hat im Schwerpunkt begleitete betriebliche Erprobungsphasen.
  • Alle Teilnehmenden gehen mit einer persönlichen, individuellen Perspektive aus dem Projekt, die ihre Chancen auf eine Vermittlung in Ausbildung oder Arbeit verbessert

 

Rückfragen und weitere Informationen:

 

Michael Schneider

Pressestelle Jobcenter Dortmund

0231/842 - 1341

Südwall 5-9

44139 Dortmund

 

Birgit Korte
PROJEKTFABRIK gemeinnützige GmbH
Überregionale Koordination Regionalvertretung & Projekte
Bahnhofstraße 11, 58456 Witten
Tel.: 01520 9332836 oder 02302 91455-0 (Zentrale)
www.projektfabrik.org

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JobAct®Family - Ein ungewöhnlicher Weg
12.09.2017 Jobcenter Dortmund informiert über das Thema Gesundheit!
(Presseinformation Nr. 21)

Jobcenter Dortmund informiert über das Thema Gesundheit!

Gesundheitstag für Kundinnen und Kunden

Wer möchte nicht bis ins hohe Alter gesund sein und bleiben? Unsere Gesundheit beeinflusst unsere Zufriedenheit, Motivation und Leistungsfähigkeit. Daher ist es wichtig, sie zu erhalten und zu stärken. Oft scheint dies aber auch eine Frage finanzieller Spielräume zu sein. Je nach Art der sportlichen Betätigung kommen über die Vereinsmitgliedschaft, besonderes Trainingsequipment oder das Fitnessstudio einige Euros zusammen. Laut einer Studie des statistischen Bundesamtes haben im Jahr 2015 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Schnitt 96,00 Euro für Gesundheitsgüter und -dienstleistungen im Monat ausgegeben. Bei Arbeitslosen waren es hingegen nur 18,00 Euro. Klar, wenn das Geld knapp ist, muss gespart werden. Aber an der Gesundheit? Und muss das überhaupt sein?

Durch die Einführung des Präventionsgesetzes sind die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit den Krankenkassen verbessert worden.  

Unter dem Motto „Bleiben Sie gesund – ein Tag, der bewegt“ wurden rund 7.000 Kundinnen und Kunden heute in das Dietrich-Keuning-Haus an der Leopoldstraße eingeladen, um verschiedene kostenlose oder kostengünstige Möglichkeiten zur Förderung der eigenen Gesundheit kennenzulernen.

„Wir freuen uns, dass wir mit dieser Veranstaltung unseren Kundinnen und Kunden gemeinsam mit der AOK, DAK, Viactiv, TSC-Eintracht, Dortmunder Tafel, Dobeq, vhs sowie dem DRK ein breit aufgestelltes Angebot für ihre persönliche Gesundheitsförderung präsentieren können. So kann sich jeder selbst aus den bestehenden Angeboten die passenden Kurse heraussuchen und wahrnehmen. Mit der heutigen Resonanz sind wir sehr zufrieden. Die Angebote basieren zumeist auf den kostenlosen Präventationsangeboten der Krankenkassen. Jeder kann selbst entscheiden, ob und was er für seine Gesundheit machen möchte und hier kann man sich an einer zentralen Stelle informieren“, erklärt der Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund, Frank Neukirchen-Füsers.

Zu den vielfältigen Angeboten von Krankenkassen, Sportvereinen und weiteren Trägern gehören kostenlose Sportmöglichkeiten, Kurse für gesunde Ernährung und Entspannung. Zudem gab es einen spannenden Ernährungsparcours,
auf dem die Besucher etwas über die Inhaltsstoffe verschiedener Lebensmittel lernen konnten, Beweglichkeitstest, einen Kochkurs mit der Tafel, wie man lecker und gesund für Kinder kochen kann und zahlreiche Mitmachvorträge. Jeder Besucher bekam einen Schrittzähler geschenkt, damit man leicht für sich selbst überprüfen kann, ob man die empfohlene Anzahl der Schritte an einem Tag bereits erreicht hat. Zudem wurde ein Kinderbetreuungsangebot in Kooperation mit dem Mütterzentrum Dortmund e.V. für Alleinerziehende organisiert.  

Eine der Besucherinnen äußerte sich angetan und lobt das Format: „Ich wusste gar nicht, dass meine Krankenkasse kostenlose Kurse zur Stärkung der Rückenmuskulatur anbietet. Auch bei der Tafel habe ich tolle Rezeptvorschläge bekommen, die ich auf jeden Fall nachkochen werde. Für mich hat sich der Besuch heute sehr gelohnt.“ Zufrieden zeigten sich neben den Kundinnen und Kunden auch die Aussteller, da viel Raum und Zeit war für individuelle Beratungen und auch dafür, einfach mal was auszuprobieren. Wie Caroline Linßner am Stand der DAK.

 „Man darf auch die körperlichen und psychischen Auswirkungen von Arbeitslosigkeit nicht unterschätzen. Daher ist es uns wichtig, gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern auf die vielfältigen und kostengünstigen Angebote für unsere Kunden hinzuweisen“, erklärt der Behördenchef, Frank Neukirchen-Füsers, abschließend.

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Jobcenter Dortmund informiert über das Thema Gesundheit!
12.09.2017 Mit Bio nicht auf dem Holzweg
(Presseinformation Nr. 20)

Mit Bio nicht auf dem Holzweg

Wie Motivation und Seegras Chancen verändern

 

„Er hat mir eine Chance gegeben. Für ihn ist das etwas Kleines, für mich etwas ganz Großes“, schwärmt Bilal Sahin über den Geschäftsführer und seinen neuen Job im COCO-MAT-Store am Phönix See. Seit Januar dieses Jahres werden dort aus Griechenland importierte und ausschließlich ökologisch nachhaltig produzierte Möbel, Fahrräder und Textilien angeboten. Im Zentrum der Unternehmensphilosophie steht der gesunde Schlaf, gefördert durch den Verzicht auf Metall und künstliche Erzeugnisse in Betten und Textilien, sowie die Verwendung von Kokosfaser, Naturkautschuk, Wolle oder Seegras zur Befüllung von Kissen.

Bilal ist 35 Jahre. Auf dem Weg zum Abitur bekam er ein lukratives Angebot aus der Sicherheitsbranche. Er kehrte der Schule fatalerweise den Rücken. Doch das Glück sollte nur von kurzer Dauer sein. Über seine Schwester gelangte er später zum Verkauf von Textilien und leitete zeitweilig sogar die Herrenabteilung eines Modegeschäfts auf dem Westenhellweg. Doch bald machte es Pleite. Als wäre das nicht tragisch genug, verlor er auch noch beide Elternteile. Danach folgten nur noch Minijobs. Seine letzte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hatte er im Jahr 2012. Somit galt er als langzeitarbeitslos. Im Verkauf wollte er bleiben, da liegen seine Stärken. Er bewarb sich den Westenhellweg und die Thier-Galerie rauf und runter. „Es war frustrierend. Als Mann in einer Herrenabteilung des Einzelhandels wieder einzusteigen ist nicht einfach. Auf schriftliche Bewerbungen habe ich kaum Resonanz bekommen“, schildert Bilal seine Erfahrungen.

Aber wie führte Bilals Weg nun in das Geschäft von Ananias Kessopoulos? Im Jobcenter lernte man Bilal als engagierten und motivierten Bewerber kennen. Um seine beruflichen Aussichten zu verbessern wurde er durch eine Umschulung zum Einzelhandelskaufmann qualifiziert und im Jobcenter-Projekt „wende.punkt“ intensiv betreut. Regelmäßig sind die Mitarbeitenden auch im Außendienst auf der Suche nach neuen Arbeitsplätzen unterwegs. Der Jobcenter-Mitarbeiter Jens Scheffter klopfte bei Herrn Kessopoulos an die Türe und wurde nach einem langen Gespräch fündig. Der Geschäftsführer Kessopoulus sagt heute: „Ich bin Herrn Scheffter dankbar, dass er hereingekommen ist. Eigentlich wollte ich niemanden einstellen. Ich sagte ihm, wenn er jemanden findet, der sich für unsere Produkte so sehr begeistern kann wie ich, der mitdenkt, mitfühlt und auch so handelt, dann stelle ich diese Person ein!“

Der persönliche Betreuer des Jobcenters dachte sofort an Bilal und riet ihm, sich dort zu bewerben. „Aufgrund meiner schlechten Erfahrungen mit schriftlichen Bewerbungen hatte ich beschlossen, persönlich in den Store zu gehen“, erklärt Bilal Sahin. „Bis er fragte, ob ich Personal suchen würde, dachte ich, Bilal wäre ein Kunde. Er interessierte sich sehr für die Produkte und wir sprachen drei Stunden miteinander“, schildert Ananias Kessopoulos ihre erste Begegnung. Über das Jobcenter konnte Bilal ein Praktikum bei COCO-MAT machen. So konnten beide Seiten ausloten, ob sie zueinander passen. Die Antwort fiel eindeutig aus. Über eine Förderung des Jobcenters hat Bilal nun einen Arbeitsvertrag für zunächst zwei Jahre erhalten. „Bilal ist ein pfiffiger Kerl, was er vorher gemacht hat, ist nicht ausschlaggebend. Für mich ist die Gegenwart wichtig. Es war die richtige Entscheidung. Für mich und für ihn“, zieht Ananias Kessopoulos sein positives Fazit.

Wer als Arbeitgeber Personal sucht, kann den Arbeitgeberservice des Jobcenters unter der Rufnummer 0231/ 842 – 2888 gerne ansprechen. Das Jobcenter hilft bei der Suche geeigneter Bewerber und berät über aktuelle Fördermöglichkeiten.

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Mit Bio nicht auf dem Holzweg
11.08.2017 Jobcenter empfiehlt Umwandlung
(Presseinformation Nr. 19)

Jobcenter empfiehlt Umwandlung

Minijob keine Arbeit 2.Klasse

 

Dortmund- Minijob gleich Mini-Verpflichtungen? Dieser Irrglaube hält sich bei Angestellten und Arbeitgebern nach wie vor hartnäckig. Dabei gelten, egal ob Minijob oder sozialversicherungspflichte Beschäftigung, die gleichen Regelungen für Urlaubsansprüche, Kündigungsschutz und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

„Viele Arbeitgeber denken, über Minijobs könnten sie flexibler auf Personalbedarfe eingehen. Minijobs sind aber keine Jobs 2.Klasse. Sie sind rechtlich mit anderen Arbeitsvertragsformen gleichzusetzen. Fast immer sind Minijobs sogar nachteilig für Arbeitgeber, weil sie teurer sind“, erklärt Helge Kubat, Teamleiter des Arbeitgeberservices im Jobcenter Dortmund.

In Dortmund gibt es etwa 54.000 Minijobs. Darin steckt ein erhebliches Potential für Arbeitsplätze, die in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen umgewandelt werden können.

Aus diesem Grund hat das Jobcenter ein eigenes Minijob-Team aufgebaut, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Arbeitgeber von den Vorteilen der Umwandlung eines Minijobs in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis zu überzeugen. Dazu wurden interessierte Arbeitgeber zu einem Informationsfrühstück eingeladen. Frau Dr. Cordula Sczesny von dem Beratungs- und Forschungsunternehmen „Soziale Innovation“ unterstrich in ihrem Fachvortrag die Vorteile einer sogenannten Minijobumwandlung: „Durch die Umwandlung wird der Stundenumfang höher, die Angestellten erhalten mehr Lohn und auch mehr Wertschätzung. Das steigert ihre Motivation und die Bindung an den Betrieb. Diese Menschen sind ohnehin bereits eingearbeitet, sie kennen den Betrieb und das Team. Was aber für jeden Arbeitgeber sicherlich ein wichtiges Argument seien dürfte:  Die Arbeitsstunde eines Minijobers  kostet 11,53 Euro, die Arbeitsstunde einer Person in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Teilzeit hingegen nur 10,61 Euro.“

Aus der Sicht des Jobcenters bestehen noch weitere Vorteile: „Aus dem Minijob in eine Beschäftigung mit höherem Stundenumfang zu gelangen, kann der Weg aus dem Leistungsbezug sein. Außerdem zahlen die Menschen mehr in die Rentenkasse ein, was das Risiko abmildert im Alter auf unterstützende Leistungen angewiesen zu sein“, so Helge Kubat vom Jobcenter Dortmund.

Seit Ende 2011 wurden über das Jobcenter Dortmund 2.218 Minijobs umgewandelt, davon rund 37 % in Vollzeitstellen. Wer wissen will, ob sich eine Minijobumwandlung auch in seinem Betrieb rechnet, kann sich gerne unter der Rufnummer 0231/842 1670 beraten lassen oder auf der Homepage des Jobcenters einen entsprechenden Rechner nutzen.

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Jobcenter empfiehlt Umwandlung
26.07.2017 Fit zurück ins Berufsleben
(Presseinformation Nr. 19)

Fit zurück ins Berufsleben

Sportives Modelprojekt des Jobcenters erfolgreich verlaufen

 

Dortmund- Alleinerziehende haben es oft nicht leicht, wenn sie nach der Babypause wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen wollen. Waren sie vor der Geburt des Kindes bereits erwerbslos wird es umso schwieriger. Häufig sind sie auch von gesundheitlichen Einschränkungen geplagt. Es steigt das Risiko langzeitarbeitslos zu werden.

Genau hier hat das Jobcenter mit den Kooperationspartnern des StadtSportBundes Dortmund e.V., des TSC Eintracht Dortmund 1848/95 e.V. und der VIACTIV Krankenkasse angesetzt. „Wir haben gemeinsam ein gesundheitsförderndes Modelprojekt entwickelt, durch das die erwerbslosen Alleinerziehenden eine nachhaltige Gesundheitsförderung erfahren, Zugang zu Angeboten der Sportvereine finden und für die eigene Gesundheit sensibilisiert werden. Wer gesund und ausgeglichen ist, verbessert seine beruflichen Chancen ganz erheblich“, erklärt Manfred Mangold, Bereichsleiter im Jobcenter Dortmund.

„Die Teilnahme an dem Projekt war freiwillig und das Interesse durchaus groß. Angefangen haben wir mit einer Bestandsaufnahme der körperlichen Konstitution, gefolgt von einer individuellen Gesundheitsberatung zu den Themen gesunde Ernährung, Stressbewältigung und Bewegung. Am Ende gab es eine Abschlussbefragung und einen Gutschein für eine Vereinsmitgliedschaft, damit die teilnehmenden sportlich am Ball bleiben“, schildert Christian Grenda von der VIACTIV Krankenkasse, die das Projekt finanziell ermöglicht hat.

Getroffen haben sich die Teilnehmerinnen zwölf Mal in einer Turnhalle des TSC Eintracht um sich mit verschieden Möglichkeiten des Breitensportes vertraut zu machen. Sarah Dörken, die beim TSC Eintracht die Abteilung für betriebliches Gesundheitsmanagement leitet, zieht ein positives Resümee über den Projektverlauf: „Die Aktivierung der Teilnehmenden war zunächst nicht ganz leicht. Aber zum Abschluss des Projektes waren die Teilnehmenden total begeistert, ihr allgemeines Wohlbefinden konnte gesteigert werden, sie verspürten wieder mehr Motivation und sind psychisch ausgeglichener.“

Aufgrund der guten Resonanz soll das Projekt fortgesetzt werden. Jobcenter und Krankenkassen haben seit kurzem den gesetzlichen Auftrag präventive Angebote für die Gesundheitsförderung Ihrer Kundinnen und Kunden zu schaffen.

„Ein Zusammenhang von gesundheitlichem Wohlbefinden, mit einer einhergehenden Motivationssteigerung, und einem erfolgreichen Wiedereinstieg in die Arbeitswelt scheint auf jeden Fall zu bestehen. Wir freuen uns sehr, dass es einigen Teilnehmerinnen bereits gelungen ist, durch Arbeitsaufnahmen den Leistungsbezug zu beenden. Mit diesem Modellprojekt sind wir auf dem richtigen Weg“, zeigt sich Manfred Mangold von Jobcenter Dortmund zufrieden.

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